21 April 2026, 04:36

Heinos Erben verklagen AfD wegen missbräuchlicher Wahlwerbung in Brandenburg

Plakat in München, Deutschland, wirbt für ein Konzert mit Text, der das Ereignis und seine Bedeutung beschreibt.

Heinos Erben verklagen AfD wegen missbräuchlicher Wahlwerbung in Brandenburg

Schlager-Legende Heino geht rechtlich gegen die AfD vor – Grund ist ein Wahlkampf in der brandenburgischen Uckermark. Im Mittelpunkt des Streits steht die Behauptung der Partei, der verstorbene Sänger hätte ihren Kandidaten Felix Teichner unterstützt. Heinos Team nennt das Vorgehen respektlos und hat eine einstweilige Verfügung beantragt, um die Nutzung seines Namens zu stoppen.

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Der Konflikt eskalierte, nachdem die AfD vor Ort mit dem Slogan "Am Sonntag würde Heino für Felix wählen" geworben hatte. Heinos Manager Helmut Werner verurteilte die Aussage umgehend als "dreiste Unverschämtheit" und forderte die Partei auf, die Behauptung zurückzunehmen. Als der AfD-Kandidat Felix Teichner sich weigerte, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, zogen Heinos Vertreter vor Gericht.

Am Samstag wurde beim Landgericht Neuruppin ein Antrag auf einstweilige Verfügung eingereicht. Das Gericht prüft nun die Stellungnahme der AfD, bevor es entscheidet, ob eine mündliche Verhandlung anberaumt oder direkt ein Beschluss gefasst wird. Ein konkreter Zeitplan steht noch nicht fest, doch eine zügige Entscheidung wird erwartet.

Teichner reagierte auf die Kontroverse mit einer abwertenden Bemerkung: "Manche Leute sollten wirklich ein Gefühl für Proportionen entwickeln." Das Gericht muss nun klären, ob die Nutzung von Heinos Namen gegen rechtliche Schutzbestimmungen verstößt.

Das Landgericht Neuruppin wird in Kürze entscheiden, ob die AfD die Bezugnahme auf Heino im Wahlkampf einstellen muss. Das Urteil könnte Präzedenzfall dafür werden, wie politische Gruppen Prominente in Wahlwerbung instrumentalisieren dürfen. Bis dahin führt die Partei ihren Wahlkampf fort und wartet auf den Richterspruch.

Quelle