05 June 2026, 10:13

Geheimnisvolle DDR-Insel für 60.000 Euro versteigert – doch was darf der Käufer damit anfangen?

Eins, Zwei, Drei - Insel verkauft!

Geheimnisvolle DDR-Insel für 60.000 Euro versteigert – doch was darf der Käufer damit anfangen?

Verlassene Insel vor Deutschlands Ostseeküste für 60.000 Euro versteigert

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Die verlassene Insel Ostervilm vor der deutschen Ostseeküste wurde für 60.000 Euro unter den Hammer gebracht. Das einst geheime Militärgelände ist heute eine verfallene Ruine in der Nähe der beliebten „Schatzinsel“ Vilm. Der neue Eigentümer sieht sich jedoch strengen Auflagen gegenüber, was mit dem Grundstück geschehen darf.

Ursprünglich gehörte Ostervilm zur Entmagnetisierungsstation Lauterbach, einem Sperrgebiet der Nationalen Volksarmee während der DDR-Zeit. Nach dem Zusammenbruch des SED-Regimes verfiel die Insel zusehends. Später setzte die Behörde sie mit einem Startgebot von 39.000 Euro zur Versteigerung aus.

Die Bausubstanz der Insel ruht auf 600 Holzpfählen, die von einem Betonrahmen mit Eisenplatten und Holzverkleidung umgeben sind. Trotz der ungewöhnlichen Konstruktion fehlen grundlegende Infrastruktur und sichere Zugangswege. Offiziell gilt das Gelände als „äußere Zone“ – dauerhaftes Wohnen ist verboten, und Baugenehmigungen sind so gut wie ausgeschlossen.

Am 4. Juni ersteigerte ein namentlich nicht genannter Käufer Ostervilm für 60.000 Euro. Doch dem neuen Besitzer bleiben kaum Spielräume für eine Nutzung. Rechtliche Beschränkungen, fehlende Straßen, Versorgungsanschlüsse oder sichere Zufahrten machen größere Veränderungen nahezu unmöglich.

Der Verkauf wirft Fragen zur Zukunft der Insel auf. Ohne Infrastruktur oder genehmigte Nutzungsmöglichkeiten bleibt Ostervilm ein verfallenes Relikt der Vergangenheit. Nun muss der Eigentümer entscheiden, ob – und wenn ja, wie – er die verlassene Anlage erhalten will.

Quelle