Fußgängerzonen der Zukunft: Wie Städte in NRW Innenstädte neu erfinden wollen
Adem SeidelFußgängerzonen der Zukunft: Wie Städte in NRW Innenstädte neu erfinden wollen
Rund 30 Fachleute für Stadtentwicklung aus etwa 20 Städten trafen sich kürzlich in Solingen, um über die Zukunft von Fußgängerzonen zu diskutieren. Die Veranstaltung in der Gläsernen Werkstatt drehte sich um die wachsenden Herausforderungen für Innenstädte und neue Strategien zu deren Bewältigung. Das Treffen war Teil der Arbeitsgruppe Innenstadt im Netzwerk Stadtentwicklung Nordrhein-Westfalen (NWSE).
Als Ausgangspunkt für die Debatten diente Solingens eigene Strategie "Stadt 2030". Die Teilnehmer waren sich einig, dass klassische Fußgängerzonen, die vor allem auf den Einzelhandel ausgerichtet sind, den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Stattdessen forderten sie mehr Vielfalt – besseren Wohnraum, attraktivere öffentliche Räume und gemischte Nutzungsformen.
Als positives Beispiel wurde Emsdetten hervorgehoben, das bereits zukunftsweisende Konzepte für seine Fußgängerzone erfolgreich umgesetzt hat. Auch neue Mobilitätsideen, etwa die Öffnung dieser Zonen für Radfahrer, wurden als zentral für die Belebung der Innenstädte identifiziert.
Andreas Budde, Solingens stellvertretender Bürgermeister, betonte den Wert der Zusammenarbeit im Netzwerk. Die Gruppe, zu der seit Januar 2025 21 Städte und drei Organisationen gehören, will Fachwissen bündeln und gemeinsame Herausforderungen angehen. Die Teilnehmer kamen zu dem Schluss, dass die Umgestaltung von Stadtzentren mutige Entscheidungen, langfristiges Engagement und einen einheitlichen Ansatz erfordert.
Die Diskussionen unterstrichen den Bedarf an innovativen Lösungen in der Stadtplanung. Die Netzwerkstädte planen, den Austausch von Ideen fortzusetzen und neue Modelle für Fußgängerzonen zu erproben. Im nächsten Schritt geht es darum, diese Strategien in ganz Nordrhein-Westfalen in die Praxis umzusetzen.






