31 March 2026, 00:30

Ermittlungen gegen "Achse des Guten" wegen historischem SPD-Slogan

Detailierte alte Karte von Weimar, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten mit zusätzlichem Text über die Stadt.

Ermittlungen gegen "Achse des Guten" wegen historischem SPD-Slogan

Deutsche Behörden haben ein Ermittlungsverfahren gegen das konservative Blog Achse des Guten wegen eines Artikels aus dem Jahr 2024 eingeleitet. Der Beitrag griff den historischen Slogan "Alles für Deutschland" ("Alles für Deutschland") auf, der ursprünglich 1931 in einer der SPD nahestehenden Zeitung veröffentlicht worden war. Der Fall wird inzwischen von der Staatsanwaltschaft Augsburg bearbeitet, unterstützt von der bayerischen Landeskriminalpolizei.

Die Ermittlungen begannen nach einer anonymen Anzeige bei Hessen Gegen Hetze, einer Meldestelle für illegale Online-Inhalte, die mit dem Bundeskriminalamt (BKA) kooperiert. Der umstrittene Artikel mit dem Titel "Selbst Sozialdemokraten riefen 'Alles für Deutschland'" zitierte den Slogan in seinem historischen Kontext. Nach deutschem Recht ist die Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole dann nicht strafbar, wenn sie der politischen Bildung oder der Berichterstattung über historische Ereignisse dient.

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Der Fall wurde später an das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) weitergeleitet, doch die Redaktion des Blogs erhielt von den Behörden nur begrenzte Auskünfte. Die Ermittler bestätigten lediglich, dass ein Verfahren läuft, ohne die rechtliche Grundlage für die Ermittlungen zu erläutern.

Der Slogan hatte bereits zuvor für Kontroversen gesorgt. 2024 wurde der rechtsextreme AfD-Politiker Björn Höcke zweimal wegen der Verwendung des Spruchs in öffentlichen Reden zu Geldstrafen verurteilt. Die AfD und ihre Jugendorganisation verurteilten die aktuellen Ermittlungen als politisch motiviert und bezeichneten sie als Angriff auf die Meinungsfreiheit. Gleichzeitig fordert die CDU schärfere Maßnahmen gegen rechtsextreme Rhetorik.

Das Ergebnis des Verfahrens bleibt ungewiss. Die Blog-Redaktion sieht sich weiterhin mit unklaren juristischen Begründungen konfrontiert, während Politiker über die Folgen für die Meinungsfreiheit debattieren. Die Behörden haben bisher nicht erklärt, warum der Fall trotz des historischen Kontextes des Slogans weiterverfolgt wird.

Quelle