Elon Musks AfD-Unterstützung kostet Tesla 6.500 Neuzulassungen – doch nicht überall
Nadeschda PärtzeltElon Musks AfD-Unterstützung kostet Tesla 6.500 Neuzulassungen – doch nicht überall
Eine neue Studie deutet darauf hin, dass die öffentliche Unterstützung Elon Musks für die rechtspopulistische AfD in Deutschland spürbare Auswirkungen auf den Absatz von Tesla hatte. In der ersten Jahreshälfte 2025 entging dem Unternehmen schätzungsweise 6.500 Neuzulassungen bundesweit. Doch in Regionen mit starker AfD-Anhängerschaft stiegen die Zulassungszahlen teils deutlich – in einigen Fällen um bis zu 30 Prozent.
Vor Musks politischer Stellungnahme verzeichnete Tesla in Deutschland im Jahr 2024 durchschnittlich etwa 2.990 Neuzulassungen pro Monat. Nach seiner Äußerung sank diese Zahl zu Beginn des Jahres 2025 auf rund 1.210. Der Rückgang war flächendeckend zu beobachten – mit Ausnahme der AfD-Hochburgen, wo die Verkäufe deutlich zunahmen.
In Halle, einer Stadt mit bekannter AfD-Unterstützung, explodierten die Tesla-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 400 Prozent. Die Forscher wiesen darauf hin, dass teure und prestigeträchtige Güter wie Autos für Käufer eine politische Symbolfunktion einnehmen können. Im Gebrauchtwagenmarkt wurden jedoch keine ähnlichen Trends festgestellt.
Die Ergebnisse zeigen, wie sich Konsumentscheidungen mit politischen Überzeugungen verschränken können. Zwar verlor Tesla insgesamt an Boden, doch in Regionen, die mit Musks öffentlicher Haltung übereinstimmen, gewann die Marke an Zuspruch.
Laut der Studie gingen Tesla in Deutschland durch Musks AfD-Unterstützung mindestens 6.500 Verkäufe verloren. Gleichzeitig stiegen die Zulassungszahlen in Gebieten mit starker Parteianhängerschaft. Die Daten legen nahe, dass politische Identität die Kaufentscheidungen bei Hochpreisprodukten wie Elektroautos beeinflussen kann.






