21 March 2026, 04:29

Dierfeld schafft perfekte Wahlbeteiligung mit nur acht Wählern

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, das den Text 'Investitionen in Gemeinden: Größte Investition in ländliche Elektrizität seit dem New Deal' zeigt.

Dierfeld verzeichnet 100-prozentige Wahlbeteiligung - Dierfeld schafft perfekte Wahlbeteiligung mit nur acht Wählern

Dierfeld, die kleinste Gemeinde in Rheinland-Pfalz, verzeichnete bei der jüngsten Landtagswahl eine perfekte Wahlbeteiligung. Alle acht wahlberechtigten Einwohner gaben ihre Stimme ab und sorgten so für eine vollständige Teilhabe am demokratischen Prozess. Das Dorf, in dem nur 15 Menschen leben, musste sich mit einem Nachbarbezirk zusammentun, um die Geheimhaltung der Wahl zu gewährleisten.

Dierfeld liegt idyllisch zwischen Wäldern und Feldern und bewahrt trotz seiner Winzigkeit seine Selbstständigkeit – mit eigener Kapelle und Friedhof. Trotz der geringen Größe nahm das Dorf vollwertig an der Wahl teil. Um die gesetzliche Vorgabe von mindestens 30 Stimmzetteln pro Wahlurne zu erfüllen, bildete es gemeinsam mit Manderscheid einen gemeinsamen Wahlbezirk.

Bürgermeister Roderich von Greve-Dierfeld ist parteilos und sammelte persönlich die Briefwahlstimmen ein. Sein Engagement trug maßgeblich dazu bei, die außergewöhnliche Wahlbeteiligung von 100 Prozent zu erreichen – ein seltenes Phänomen bei Wahlen. Der Eifelkreis Bitburg-Prüm, zu dem Dierfeld gehört, ist bekannt für seine kleinen Gemeinden: Hamm zählt 16 Einwohner, Keppeshausen 17.

Doch Dierfeld engagiert sich nicht nur bei Wahlen für die Zukunft. Ein geplanter Solarpark auf 15 Hektar Fläche soll Ökostrom erzeugen und lokale gemeinnützige Projekte finanzieren. Das Vorhaben unterstreicht das Bestreben des Dorfes, trotz seiner bescheidenen Größe Nachhaltigkeit zu fördern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Rheinland-Pfalz umfasst insgesamt rund 2.300 Gemeinden, von denen etwa 140 weniger als 100 Einwohner haben. Während viele kleine Orte Schwierigkeiten haben, die Wahlgeheimhaltung zu wahren, fand Dierfeld mit der Zusammenarbeit mit Manderscheid eine praktikable Lösung.

Die Wahl in Dierfeld zeigt, wie selbst die kleinsten Gemeinden demokratische Teilhabe sicherstellen können. Durch die Zusammenlegung der Wahlbezirke erfüllte das Dorf nicht nur die rechtlichen Anforderungen, sondern erreichte auch eine vollständige Wählerbeteiligung. Das Solarpark-Projekt beweist zudem, wie Dierfeld Tradition mit zukunftsweisenden Initiativen verbindet.

Quelle