07 June 2026, 02:24

DGB fordert Pflicht-Rente für alle Beschäftigten mit Tarifvertrag

Rentenreform: DGB-Chef Fahimi fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer mit Arbeitgeberzuschuss

DGB fordert Pflicht-Rente für alle Beschäftigten mit Tarifvertrag

DGB drängt auf verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten mit Tarifbindung

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Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine gesetzlich verankerte betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein, die unter Tarifverträge fallen. Derzeit verfügen rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland über keine solche Absicherung – oft, weil ihre Arbeitgeber keinen Tarifverträgen angehören. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi betont, dass Unternehmen die Kosten mit tragen müssten, statt die Last allein auf die Belegschaft abzuwälzen.

Fahimi hat deutlich gemacht, dass der DGB noch bis Monatsende konkrete Vorschläge für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge vorlegen wird. Der Plan sieht vor, diese über Tarifverträge für alle Beschäftigten auszuhandeln – auch in nicht tarifgebundenen Betrieben. Für Unternehmen ohne Gewerkschaftsbindung schlägt der DGB vor, Arbeitnehmer in bestehende Systeme unter vereinfachten Bedingungen zu integrieren.

Die DGB-Chefin hält den Ansatz für angemessen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. In den meisten dieser Staaten liegen die Pflichtbeiträge zur Altersvorsorge bereits bei über 20 Prozent, wobei Arbeitgeber in der Regel den größeren Anteil übernehmen. Fahimi besteht darauf, dass die betriebliche Altersvorsorge als Ergänzung dienen und zumindest teilweise von den Arbeitgebern finanziert werden müsse.

Trotz des Vorstoßes rechnet Fahimi mit Widerstand – vor allem wegen der aktuellen wirtschaftlichen Belastungen. Viele Unternehmen könnten argumentieren, dass angespannte Finanzen zusätzliche Rentenzahlungen schwer umsetzbar machten.

Ziel der DGB-Initiative ist es, die Versorgungslücke für Millionen Beschäftigte ohne betriebliche Altersvorsorge zu schließen. Würden die Pläne umgesetzt, müssten Arbeitgeber gemeinsam mit den Arbeitnehmern in die Rente einzahlen – und Deutschland würde sich damit enger an andere europäische Systeme anlehnen. Der Gewerkschaftsbund will seine detaillierte Strategie noch vor Ende des Monats finalisieren und vorstellen.

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