26 June 2026, 22:21

Deutschland blockt EU-Methanregeln und riskiert Klimaziele für Energiesicherheit

Deutschland warnt: EU-Methan-Regeln könnten Jet-Treibstoff- und LNG-Importe stören

Deutschland blockt EU-Methanregeln und riskiert Klimaziele für Energiesicherheit

Deutschland hat sich einer Gruppe von EU-Regierungen angeschlossen, die sich gegen die geplanten Vorschriften der Union zur Begrenzung von Methanemissionen bei importiertem Öl und Gas aussprechen. Die Regelung zielt darauf ab, Methanlecks durch verbindliche Überwachungs- und Verifizierungspflichten ab dem nächsten Jahr zu reduzieren. Methan ist nach Kohlendioxid der zweitgrößte Verursacher der globalen Erwärmung und damit ein zentraler Schwerpunkt der Klimapolitik.

Die EU-Verordnung stößt auf starken Widerstand. Die USA und Branchenverbände argumentieren, dass die notwendigen Kontrollsysteme noch nicht einsatzbereit seien, während Umweltschutzorganisationen und einige Energieexperten dies bestreiten. Deutschlands Wirtschaftsministerin Katherina Reiche warnte, die neuen Regeln könnten ab 2027 die Einfuhren von Gas und Erdölprodukten – darunter auch Kerosin für die Luftfahrt – blockieren.

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Mit dem Vorstoß für eine Verschiebung oder Aussetzung der Vorschriften bringt Deutschland die Frage der Energiesicherheit in die Debatte um Klimaregulierung ein. Der Eingriff erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem das europäische Energiesystem unter Druck gerät – unter anderem durch Störungen in den globalen Ölströmen. EU-Minister sollen nun über einen Antrag von zwölf Mitgliedstaaten beraten, die eine dreijährige Verzögerung der Regelungen fordern.

Die Europäische Kommission versucht, ihre Klimaziele mit praktischen Umsetzungsbedenken in Einklang zu bringen. Doch sie sieht sich mit Widerstand von Brennstofflieferanten außerhalb Europas sowie einigen Mitgliedstaaten konfrontiert. Diese Gruppen halten den Zeitplan für zu ambitioniert, während andere darauf bestehen, dass die Verordnung notwendig ist, um die Klimavorgaben zu erreichen.

Die geplanten Bestimmungen würden eine Überwachung der Methanemissionen entlang der globalen Öl- und Gaslieferketten vorschreiben. Deutschlands Warnung unterstreicht die möglichen Handelsbeschränkungen und Risiken für die Energieversorgung. Nun muss die EU entscheiden, ob sie den Zeitplan anpasst oder wie geplant voranschreitet.

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