24 March 2026, 08:29

Deggendorf: Frau soll Lebensgefährten mit Thalliumsulfat vergiftet haben

Eine Frau in einem langen Kleid steht mit gefalteten Händen neben einem Mann, der auf dem Rücken liegt und seinen Kopf auf den Händen ruht, betitelt mit "Der führende Richter aus dem Kreisgericht."

Deggendorf: Frau soll Lebensgefährten mit Thalliumsulfat vergiftet haben

Giftmordprozess: 53-Jährige aus Deggendorf soll Partner mit Thalliumsulfat vergiftet haben

Nächsten Dienstag muss sich eine 53-jährige Frau aus Deggendorf wegen des mutmaßlichen Mordes an ihrem Lebensgefährten vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, den Mann mit Thalliumsulfat – einem hochgiftigen Stoff – vergiftet zu haben, den sie Ende 2024 im Internet bestellt haben soll. Im Mittelpunkt des Falls steht ein vermutetes Tatmotiv: eine Affäre des Opfers im Vorjahr.

Die Angeklagte, eine ukrainische Staatsbürgerin, soll das Gift im Januar 2025 dem Essen oder Trinken ihres Partners beigefügt haben. Der Mann entwickelte zunächst grippeähnliche Symptome, erlitt später ein multiples Organversagen und fiel ins Koma. Kurze Zeit darauf verstarb er.

Ermittlern zufolge hatte die Frau das Thalliumsulfat bereits im November 2024 bei einem in der Ukraine ansässigen Unternehmen erworben. Das Unternehmen äußerte sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen oder dem Auftrag. Mittlerweile hat sich die Tochter des Opfers dem Verfahren als Nebenklägerin angeschlossen.

Der Prozess vor dem Landgericht Deggendorf ist auf sieben Verhandlungstage angesetzt. 48 Zeugen sowie fünf Sachverständige sollen aussagen. Ein Urteil könnte bereits im Mai fallen.

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Im Verlauf der Verhandlung wird die Beweislage zur Verbindung der Angeklagten mit der Vergiftung geprüft. Bei einer Verurteilung droht ihr eine Mordanklage. Zudem wird das Gericht der Frage nachgehen, ob die Tat durch die Affäre des Opfers im Jahr 2024 motiviert war.

Quelle