Christian Ulmen in der Kritik: Ex-Partnerin wirft ihm digitale Gewalt vor
Alex FlantzChristian Ulmen in der Kritik: Ex-Partnerin wirft ihm digitale Gewalt vor
Schauspieler Christian Ulmen sieht sich Vorwürfen digitaler Gewalt durch seine Ex-Partnerin Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, unter ihrem Namen gefälschte Online-Profile angelegt und explizite Inhalte verbreitet zu haben. Unterdessen diskutieren Politikerinnen und Politiker über Maßnahmen gegen digitale Gewalt, nachdem der Fall öffentliche Aufmerksamkeit erregt hat.
Fernandes hatte Ulmen öffentlich beschuldigt, unter ihrer Identität falsche Social-Media-Accounts eingerichtet und pornografisches Material verbreitet zu haben. Ulmens Anwalt wies die Vorwürfe zurück und kündigte an, gegen den Spiegel wegen dessen Berichterstattung rechtlich vorzugehen. Nach deutschem Recht gilt Ulmen bis zu einer möglichen Verurteilung als unschuldig.
Der Fall hat eine breitere Debatte unter politischen Verantwortungsträgern ausgelöst. Niels-Olaf Lüders, Sprecher des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), lehnte eine Bagatellisierung des Themas ab und forderte konsequenteres Handeln. Björn Lüttmann, Fraktionschef der SPD, betonte die langfristigen Folgen digitaler Gewalt und verwies darauf, dass solche Inhalte jahrelang im Netz auftauchen können. Seine Partei hat für Mittwoch eine Sondersitzung des Bundestags angesetzt, um über Opferschutz und Hilfsangebote zu beraten.
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig forderte eine grundsätzliche Debatte über häusliche Gewalt und die Unterstützung betroffener Frauen. Die CDU-Fraktion erklärte, dass die Finanzierung von Maßnahmen gegen digitale Gewalt umsetzbar sei. AfD-Fraktionschef Hans-Christoph Berndt hingegen relativierte das Problem und argumentierte, Ressourcen sollten sich auf "echte Gewalt" statt auf "Internetüberwachung" konzentrieren.
Die Vorwürfe gegen Ulmen rücken das Thema digitale Gewalt in den Fokus der Öffentlichkeit – die politischen Lager sind jedoch uneins, wie darauf reagiert werden soll. Während einige Parteien strengere Schutzmaßnahmen fordern, stellen andere die Priorität von Fällen digitaler Misshandlung infrage. In der anstehenden SPD-Sitzung wird es um die Verbesserung der Unterstützung für Betroffene auf Landesebene gehen.






