22 March 2026, 16:29

Caritas fordert Pflicht für klimafreundliche Heizungen in Mietwohnungen

Ein hohes Wohnhaus mit zahlreichen Fenstern, Balkonen, Geländern und Klimaanlagen, umgeben von dichtem Grün.

Caritas fordert Pflicht für klimafreundliche Heizungen in Mietwohnungen

Die Caritas fordert die Bundesregierung auf, Gesetze einzuführen, die klimafreundliche Heizsysteme in Mietwohnungen vorschreiben. Die Wohlfahrtsorganisation argumentiert, dass steigende Energiekosten einkommensschwache Familien besonders hart treffen. Ihr Vorschlag zielt darauf ab, die Belastung für Mieter zu verringern und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß zu senken.

Laut der Organisation würde dieser Schritt langfristig stabile Heizkosten sichern und die Klimaziele des Landes unterstützen.

Daten aus dem siebten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigen, wie ungleich die Energiekosten verteilt sind: Haushalte mit einem Monatseinkommen unter 1.300 Euro geben rund zehn Prozent ihres Einkommens für Heizung und Strom aus. Demgegenüber wenden Haushalte mit mehr als 5.000 Euro monatlich weniger als fünf Prozent für dieselben Ausgaben auf.

Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa betont, wie wichtig es ist, staatliche Hilfen wie Wohngeld leichter zugänglich zu machen. Die Organisation fordert zudem eine Ausweitung der Unterstützung für bedürftige Haushalte – etwa durch Angebote wie den "Energie-Check" sowie Reformen bei Sozialleistungen.

Der Vorstoß für gesetzliche Änderungen ist Teil der sogenannten Wärmewende, dem Umstieg Deutschlands auf nachhaltige Heizsysteme. Diese Umstellung würde nicht nur die Emissionen verringern, sondern auch die Abhängigkeit von schwankenden internationalen Ölpreisen reduzieren. Welskop-Deffaa ist überzeugt, dass verpflichtende klimafreundliche Heizlösungen in Mietobjekten langfristig für fairere und besser kalkulierbare Energiekosten für Mieter sorgen würden.

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Konkrete Zahlen, wie viele Mietgebäude bereits über grüne Heizsysteme verfügen, hat die Caritas nicht genannt. Auch Details zu regionalen Vorschriften, die bis 2026 Modernisierungen vorschreiben, bleiben unklar. Dennoch spiegelt der Appell der Organisation den wachsenden Druck wider, in Deutschlands Wohnungsmarkt sowohl die Bezahlbarkeit als auch den Umweltschutz voranzutreiben.

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