Bundesnetzagentur geht gegen 77 Firmen wegen Smart-Meter-Pflichtverstoß vor
Alex FlantzBundesnetzagentur geht gegen 77 Firmen wegen Smart-Meter-Pflichtverstoß vor
Bundesnetzagentur leitet Verfahren gegen 77 Unternehmen wegen verzögerter Smart-Meter-Einführung ein
Die deutsche Bundesnetzagentur hat gegen 77 Unternehmen Maßnahmen eingeleitet, weil diese die gesetzlichen Vorgaben zur Installation intelligenter Stromzähler nicht erfüllen. Die betroffenen Firmen haben die gesetzliche Frist verpasst und noch nicht einmal mit der Ausrollung der Geräte begonnen. Die Behörde kündigte nun weitere Schritte an, um die Einhaltung der Vorschriften durchzusetzen.
Nach dem Messstellenbetriebsgesetz sind Netzbetreiber verpflichtet, Verbrauchern mit einem Jahresstromverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden intelligente Zähler einzubauen. Das Gesetz sieht vor, dass bis Ende 2025 mindestens 20 Prozent der betreffenden Haushalte damit ausgestattet sein müssen. Langfristig soll bis 2032 eine Abdeckung von 90 Prozent erreicht werden.
Die Bundesnetzagentur wird nun förmliche Anhörungen gegen die 77 Unternehmen einberufen. Jeder Fall wird einzeln geprüft, wobei mögliche Bußgelder je nach Schwere des Verstoßes verhängt werden können. Präsident Klaus Müller betonte die Bedeutung intelligenter Zähler für die Modernisierung des Stromnetzes und bekräftigte, dass die Behörde konsequent gegen Verstöße vorgehen werde.
Neben diesen Verfahren wird die Regulierungsbehörde auch kleinere Unternehmen ins Visier nehmen, die die 20-Prozent-Marke verfehlt haben. Weitere Aufsichtsmaßnahmen sollen sicherstellen, dass diese Betriebe ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen.
Die verschärften Kontrollen markieren einen strengeren Kurs bei der Einführung intelligenter Messsysteme. Unternehmen, die die Vorgaben nicht einhalten, müssen mit Sanktionen rechnen, während die Bundesnetzagentur die Umsetzung weiter überwacht. Ziel ist es, die Digitalisierung im deutschen Energiesektor bis zum Stichtag 2025 voranzutreiben.






