14 April 2026, 22:29

Bremen, Hamburg und MV fordern Abschöpfung von Ölkonzern-Übergewinnen

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung in Zypern von 2010 bis 2022 zeigt, mit blauen und grünen Linien, die verschiedene erneuerbare Energiequellen und ihre jährlichen Erzeugungsmengen darstellen.

Bremen, Hamburg und MV fordern Abschöpfung von Ölkonzern-Übergewinnen

Bremen hat sich mit Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern zusammengeschlossen, um strengere Kontrollen für Ölkonzerne durchzusetzen. Die drei Bundesländer fordern die Bundesregierung auf, Übergewinne der Energieunternehmen abzuschöpfen. Bürgermeister Andreas Bovenschulte wirft den Konzernen vor, die Krise auszunutzen, um auf Kosten der Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Gewinne in die Höhe zu treiben.

Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten die Energiemärkte weiter destabilisieren und die Preispolitik großer Ölproduzenten verstärkt unter die Lupe genommen wird.

Der Bremer Senat betont, dass kurzfristige Entlastungsmaßnahmen allein die Energiekrise nicht lösen werden. Stattdessen pocht er auf langfristige Lösungen: den Ausbau erneuerbarer Energien, die beschleunigte Elektrifizierung und die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Umwelt-, Klima- und Wissenschaftssenatorin Henrike Müller unterstrich, dass erneuerbare Energien entscheidend seien, um die Lebenshaltungskosten bezahlbar zu halten und für Stabilität zu sorgen.

Bremen drängt zudem auf schnelle Maßnahmen beim Industrie-Strompreis, der kürzlich von der Europäischen Kommission genehmigt wurde. Gleichzeitig fordert das Stadtstaat, die Stromsteuer auf das EU-Mindestniveau zu senken. Um weitere Preismanipulationen zu verhindern, verlangen die Verantwortlichen mehr Transparenz im Ölsektor, eine verschärfte Kartellaufsicht und eine engmaschigere Überwachung der Marktentwicklungen.

Die abgeschöpften Übergewinne der Ölkonzerne sollen in zwei zentrale Bereiche fließen: gezielte Entlastungen für Haushalte in Not und strukturelle Reformen, um eine stabile und bezahlbare Energieversorgung für die Zukunft zu sichern.

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Die Vorschläge zielen darauf ab, die finanzielle Belastung der Verbraucher zu verringern und gleichzeitig ein widerstandsfähigeres Energiesystem aufzubauen. Falls umgesetzt, würden die Maßnahmen Überschussgewinne in Entlastungsprogramme und langfristige Reformen umlenken. Die Bundesregierung hat auf die gemeinsame Forderung der drei norddeutschen Länder bisher noch nicht reagiert.

Quelle