Brandenburgs Theater kämpfen um Überleben zwischen Kostenexplosion und Sparzwang
Nadeschda PärtzeltBrandenburgs Theater kämpfen um Überleben zwischen Kostenexplosion und Sparzwang
Theater in ganz Brandenburg kämpfen mit steigenden Kosten und schrumpfenden Budgets. Inflation und explodierende Energiepreise zwingen viele Spielstätten zu harte finanzielle Entscheidungen. Einige haben bereits die Preise erhöht oder ihr Programm gekürzt, um über die Runden zu kommen.
Das Staatstheater Cottbus hat zum ersten Mal seit zehn Jahren die Ticketpreise um 10 Prozent angehoben. Auch das Kleist Forum Frankfurt (Oder) erhöht die Einzelkarten um 3 bis 5 Euro – ein Anstieg von 13 bis 20 Prozent. Das Hans Otto Theater Potsdam geht noch weiter und erhöht die Abo-Preise in einigen Kategorien um bis zu 16 Prozent.
Das Potsdamer Theater hat zudem seine Produktionen reduziert und in den letzten Jahren pro Saison eine Vorstellung gestrichen. Trotz dieser Maßnahmen zehrt es weiterhin an seinen Rücklagen, um die Bilanz auszugleichen. 2025 zählte es rund 100.100 Besucher.
Die Neue Bühne Senftenberg steht vor einer noch düstereren Zukunft. Sie rechnet mit drastischen Kürzungen und warnt, dass ihre Existenz unsicher ist. Bis Anfang Juni 2025 hatte sie für die vorherige Spielzeit 57.090 Tickets verkauft. Anders als andere Häuser schließt sie Preiserhöhungen aus – aus Sorge, sich damit ihr Publikum zu vertreiben.
Der finanzielle Druck zwingt die Theater, ihren Spielbetrieb einzuschränken oder die Kosten für die Zuschauer zu erhöhen. Ohne zusätzliche Unterstützung könnten einige Häuser ihr aktuelles Niveau nicht mehr halten. Die Situation spiegelt die breiten wirtschaftlichen Belastungen wider, unter denen Kultureinrichtungen besonders leiden.






