Brandenburgs Schulen droht Lehrkräftemangel – Abitur-Anerkennung in Gefahr
Alex FlantzBrandenburgs Schulen droht Lehrkräftemangel – Abitur-Anerkennung in Gefahr
Brandenburgs Schulen kämpfen mit massivem Lehrkräftemangel – Abitur-Anerkennung in Gefahr
In Brandenburg droht ein schwerwiegender Lehrkräftemangel, der den Unterrichtsbetrieb beeinträchtigen und die bundesweite Anerkennung von Schulabschlüssen gefährden könnte. Ursache ist eine Reihe früherer Sparmaßnahmen, deren Folgen nun spürbar werden.
Die damalige Koalition aus SPD und Linken (heute BSW) hatte im Haushalt 2025 insgesamt 345 Vollzeitstellen im Lehrbereich gestrichen, um Kosten zu sparen. Dadurch sind viele Schulen chronisch unterbesetzt. Die neue SPD-CDU-Regierung plant nun, 250 zusätzliche Lehrstellen zu schaffen, um die Personalknappheit abzumildern.
Die Bildungsministerin betont, wie wichtig es sei, dass Brandenburgs Abschlüsse bundesweit weiterhin anerkannt bleiben. Als mögliche Lösung schlägt sie vor, Lehrkräfte gezielt in Regionen mit besonders hohem Bedarf zu verlegen – zunächst jedoch nur auf freiwilliger Basis. Doch die Kultusministerkonferenz (KMK) verlangt für die Anerkennung von Abschlüssen verbindliche Mindeststundenzahlen im Unterricht.
Ab August könnte der Pflichtlehrplan an vielen Schulen nicht mehr vollständig umgesetzt werden. Die Behörden räumen ein, dass ein lückenloser Unterricht an allen Standorten nicht mehr gewährleistet werden kann. Werden die Unterrichtsstunden weiter gekürzt, droht die Aberkennung der Brandenburgischen Schulabschlüsse. Die geplante Schaffung von 250 neuen Stellen soll dies verhindern. Dennoch gibt die Ministerin zu, dass einige Schulen weiterhin Schwierigkeiten haben werden, die nationalen Standards zu erfüllen.






