Brandenburgs Schulen am Limit: Lehrermangel trifft auf Rekordschülerzahlen
Alex FlantzBrandenburgs Schulen am Limit: Lehrermangel trifft auf Rekordschülerzahlen
Brandenburg kämpft mit dem schlimmsten Lehrkräftemangel aller Zeiten
Zum Beginn des neuen Schuljahres steht Brandenburg vor einer beispiellosen Lehrkräftekrise – begünstigt durch Rekordschülerzahlen und drastische Haushaltskürzungen. Bildungsminister Gordon Hoffmann warnte, dass selbst im kommenden Jahr keine vollständige personelle Absicherung des Pflichtunterrichts garantiert werden könne.
Im Haushalt 2025 wurden 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte gestrichen. Diese Kürzungen folgen auf den Einstellungsstopp des Vorjahres, durch den vielen Quereinsteigern der Zugang zu Schulen verwehrt blieb. Lehrkräfte laborieren bereits unter einer erhöhten Arbeitsbelastung: Seit Anfang dieses Jahres wurde eine zusätzliche Pflichtstunde eingeführt.
In ganz Brandenburg kommt es zu Protesten, da Pädagogen mehr Ressourcen fordern. Hoffmann, der erst kürzlich nach drei Jahrzehnten SPD-Führung die Amtsgeschäfte übernahm, hat Reformen angekündigt – darunter eine Initiative zur Förderung von Lese- und Rechenkompetenz. Doch trotz dieser Zusagen bleibt unklar, wie viele Stellen tatsächlich unbesetzt sind.
Im nächsten Jahr wird Brandenburg die höchsten Schülerzahlen seiner Geschichte verzeichnen – bei gleichzeitigem Personalmangel in bisher unbekanntem Ausmaß. Die Schulen bereiten sich auf weitere Belastungen vor, während sich die Personalknappheit verschärft.
Die Lehrkräftekrise zeigt keine Anzeichen einer Entspannung: Für das kommende Jahr droht, dass selbst der reguläre Stundenplan nicht mehr abgedeckt werden kann. Haushaltszwänge und steigende Schülerzahlen bringen die Schulen an ihre Grenzen. Hoffmanns Reformen stehen nun vor der Bewährungsprobe in einem System unter beispiellosem Druck.






