Brandenburgs Kriminalität 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt und Messerangriffe
Nadeschda PärtzeltBrandenburgs Kriminalität 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt und Messerangriffe
Brandenburg verzeichnet 2025 gemischtes Kriminalitätsbild
Die Kriminalitätsstatistik für Brandenburg zeigt im Jahr 2025 ein uneinheitliches Bild: Zwar gingen die insgesamt gemeldeten Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 % zurück, doch einige Gewaltdelikte stiegen deutlich an. Die Polizeidaten verzeichnen zudem mehr Angriffe auf Beamte sowie eine Zunahme von Messerattacken.
Laut vorläufigen Zahlen des Landeskriminalamts Brandenburg wurden 2025 insgesamt 166.508 Straftaten registriert – ein Rückgang gegenüber 142.000 Fällen im Jahr 2024. Damit kehrte sich ein jahrelanger Aufwärtstrend um, der seit 2020 zu einem stetigen Anstieg von 116.000 Fällen geführt hatte. Ohne Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht belief sich die Gesamtzahl auf 151.124 Delikte.
Die Aufklärungsquote lag 2025 bei 57,7 %, was bedeutet, dass mehr als die Hälfte aller gemeldeten Straftaten aufgeklärt wurden. Dennoch nahm die Gewaltkriminalität insgesamt um 2 % zu, wobei schwere und gefährliche Körperverletzungen auf 3.923 Fälle stiegen. Messerangriffe erreichten mit 865 Vorfällen – darunter 25 Tötungsdelikte – einen neuen Höchststand.
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen deutlich zu und stiegen im Vergleich zu 2024 um 18,5 %. Diebstahlsdelikte blieben mit fast einem Drittel aller gemeldeten Straftaten die häufigste Kategorie. Zudem wurden 2.877 Polizeibeamte während ihres Dienstes Opfer gewalttätiger Angriffe.
Die Zahlen für 2025 zeigen zwar einen Rückgang der Gesamtkriminalität, doch die Zunahme von Gewaltdelikten gibt Anlass zur Sorge. Trotz des allgemeinen Rückgangs stiegen Messerattacken, Sexualstraftaten und Angriffe auf Einsatzkräfte. Die Behörden werden die Daten nun auswerten, um diese spezifischen Herausforderungen im kommenden Jahr gezielt anzugehen.






