Brandenburgs Koalition kämpft mit Rekord-Unzufriedenheit – AfD bei 37 Prozent
Alex FlantzBrandenburgs Koalition kämpft mit Rekord-Unzufriedenheit – AfD bei 37 Prozent
Brandenburgs SPD-CDU-Koalition steht vor massiver öffentlicher Skepsis. Fast 100 Tage nach Amtsantritt verzeichnet die Regierung eine Ablehnungsquote von 62 Prozent. Nur 28 Prozent der Bürgerinnen und Bürger zeigen sich mit der bisherigen Arbeit zufrieden.
Eine aktuelle Umfrage zeigt verschobene politische Kräfteverhältnisse im Land. Würde jetzt gewählt, läge die AfD mit 37 Prozent vorn – ihr bestes Ergebnis bisher. Die SPD bliebe stabil bei 22 Prozent, während die CDU auf 12 Prozent fallen würde.
Die Grünen könnten leicht auf 6 Prozent zulegen. Die Linke würde drei Punkte hinzugewinnen und käme auf 12 Prozent, doch das Bündnis Sahra Wagenknecht verlöre an Zustimmung und läge bei 4 Prozent.
Die Meinung zur Führungsspitze bleibt gespalten. Eine Mehrheit von 57 Prozent spricht sich dafür aus, dass Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bis 2029 im Amt bleibt. Seine Zufriedenheitswerte liegen jedoch aktuell bei nur 46 Prozent.
Die Skepsis erstreckt sich auch auf die Politikfelder: 62 Prozent der Bürger zweifeln daran, dass die Koalition in der Bildungspolitik Fortschritte erzielen wird.
Die Umfrage bildet die aktuelle Wahlabsicht und Stimmungslage ab, sagt aber keine Wahlergebnisse voraus. Sie unterstreicht jedoch die Herausforderungen für die Koalition. Die Daten spiegeln sowohl die Unzufriedenheit mit der Regierung als auch die starke Unterstützung für Oppositionsparteien wider.
