Brandenburgs Finanzminister plant radikale Sparmaßnahmen und Stellenabbau
Alex FlantzBrandenburgs Finanzminister plant radikale Sparmaßnahmen und Stellenabbau
Brandenburgs Finanzminister Daniel Keller (SPD) hat Pläne vorgelegt, um die Ausgaben der Landesregierung zu kürzen. Steigende Kosten und aufgebrauchte Finanzreserven zwingen zu strengerer Haushaltsdisziplin. Zu den Maßnahmen gehören Stellenabbau, Immobilienkäufe und eine Begrenzung neuer Kredite.
Die Miet- und Pachtkosten des Landes sind stark angestiegen – von 113 Millionen Euro im Jahr 2024 auf voraussichtlich 130 Millionen Euro im kommenden Jahr. Um gegenzusteuern, will Keller Regierungsgebäude kaufen statt sie anzumieten. Langfristig erhofft er sich dadurch Einsparungen in Millionenhöhe.
Weitere Ersparnisse sollen durch den Abbau von Verwaltungsstellen erzielt werden. Rund 700 Stellen – fünf Prozent des Gesamtbestands – sollen zwischen 2027 und 2029 gestrichen werden. Jobs in der Polizei, an Schulen, in der Justiz und in Finanzämtern bleiben davon unberührt.
Keller schloss zudem Ausgabenerhöhungen aus und betonte die Notwendigkeit zusätzlicher Kürzungen in allen Ministerien. Trotz des knappen Haushalts versicherte er, dass zentrale Programme wie politische Bildung und Gesundheitsversorgung geschützt blieben. Auf die Frage, ob er Dietmar Woidke als Ministerpräsident ersetzen wolle, wies er dies entschieden zurück.
Neue Kredite werden auf ein Minimum beschränkt und liegen deutlich unter den Vorjahreswerten. Die finanziellen Rücklagen der Landesregierung sind bereits aufgebraucht, was kaum Spielraum lässt. Brandenburg setzt nun auf Immobilienkäufe und Personalabbau, um den Haushalt auszugleichen. Angesichts begrenzter Kreditmöglichkeiten und leerer Reserven muss das Land mit engeren finanziellen Grenzen wirtschaften. Kellers Plan zielt darauf ab, die Ausgaben zu stabilisieren, ohne wichtige öffentliche Dienstleistungen zu gefährden.






