28 April 2026, 04:38

Brandenburgs CSD-Saison beginnt mit Protesten für queere Rechte und rechtsextremen Störungen

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei einer Pride-Veranstaltung in Berlin, hält eine pinkfarbene Fahne mit der Aufschrift "Happy Pride March Berlin" und Schirme und Fahnen, vor einem Hintergrund von Gebäuden, Bäumen, Laternenmasten und einem Turm unter einem klaren blauen Himmel.

Brandenburgs CSD-Saison beginnt mit Protesten für queere Rechte und rechtsextremen Störungen

Brandenburgs Christopher-Street-Day-Saison startet mit Demonstrationen für queere Rechte

Am 12. April eröffnete Angermünde die diesjährige Christopher-Street-Day-Saison (CSD) in Brandenburg – mit rund 100 Teilnehmenden. Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe von Demonstrationen, die bis September im gesamten Bundesland geplant sind und sich für queere Rechte sowie mehr Akzeptanz einsetzen. In diesem Jahr kam es jedoch auch zu Störungen durch rechtsextreme Gruppen und einer umstrittenen Geste während des Marsches selbst.

Der Auftakt in Angermünde gab den Ton für über ein Dutzend weiterer Kundgebungen in Brandenburg vor. Die Teilnehmenden trugen Transparente mit Botschaften wie "Gegen Rechts" neben einem durchgestrichenen Hakenkreuz sowie "Liebe ist Liebe". Die Demonstrationen sollen queere Menschen – ein Oberbegriff für alle, die sich außerhalb traditioneller Geschlechter- und Sexualitätsnormen bewegen – ehren und gleichzeitig gegen Diskriminierung protestieren.

In Schwedt/Oder versammelten sich bis zu 100 Menschen zum ersten CSD-Marsch der Stadt. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf etwa 100, während die Veranstalter von rund 90 sprachen. Cindy Hahn, frauenpolitische Sprecherin der Grünen in Brandenburg, nahm an der Demonstration in Schwedt teil und betonte die Bedeutung von Sichtbarkeit für queere Communities.

Der Marsch in Schwedt wurde gestört, als vier Rechtsextremisten versuchten, sich der Demonstration anzuschließen. Die Polizei griff ein und verhinderte ihre Teilnahme. Währenddessen zeigte in Angermünde eine Person den Hitlergruß – eine Geste, die im krassen Widerspruch zur Botschaft von Inklusion und Toleranz stand, für die der CSD eintritt.

Die CSD-Saison in Brandenburg wird bis September mit weiteren Veranstaltungen fortgesetzt. Organisator:innen und Teilnehmende bleiben entschlossen, für Akzeptanz zu werben und Hass entgegenzutreten. Bei künftigen Märschen wird mit verstärkter Polizeipräsenz gerechnet, um die Sicherheit zu gewährleisten und weitere Störungen zu verhindern.

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