24 March 2026, 16:28

Brandenburger Kirchenkrankenhäuser kämpfen um Überleben in der Finanzkrise

Offenes Buch mit einer detaillierten Karte von Brandenburg auf einer schwarzen Oberfläche, die geographische Merkmale zeigt.

Brandenburger Kirchenkrankenhäuser kämpfen um Überleben in der Finanzkrise

Krankenhäuser in Trägerschaft der Kirchen in Brandenburg stecken in schweren finanziellen Schwierigkeiten, während in Deutschland die Krankenhausreform greift. Durch Inflation und steigende Löhne verschärft sich die Lage – die Einrichtungen fordern nun Bundeshilfe, um drastische Einschnitte zu vermeiden. Der Appell erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der neue Gesundheitsminister des Landes, René Wilke (SPD), sein Amt antritt – mitten in anhaltenden Sorgen um die Zukunft der regionalen Gesundheitsversorgung.

Der Verband der kirchlichen Krankenhäuser, zu dem wichtige Häuser wie das Alexianer St.-Joseph-Krankenhaus Potsdam, das Immanuel Krankenhaus Bernau und das Evangelische Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow gehören, versorgt jährlich rund 185.000 Patientinnen und Patienten. Mit 5.500 Beschäftigten erwirtschaftete der Verbund 2024 einen Umsatz von 530 Millionen Euro. Doch wie viele andere Einrichtungen in der Region kämpfen auch seine Krankenhäuser darum, die schwarzen Zahlen zu schreiben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Laut Brandenburgs Gesundheitsministerium arbeiten etwa 80 Prozent der Krankenhäuser im Land defizitär. Die Immanuel Albertinen Diakonie warnt, dass kleinere Häuser im Rahmen der Reform mehr Spielraum benötigen, um Kürzungen bei den Leistungen zu vermeiden. Einige Standorte könnten sich künftig als spezialisierte Behandlungszentren neu aufstellen müssen, statt ein vollständiges Angebot vorzuhalten.

Die neue SPD/CDU-Koalition hat zugesagt, Krankenhausstandorte entweder als vollwertige Kliniken oder als ambulante Zentren zu erhalten. Dies knüpft an die Arbeit der früheren Gesundheitsministerin Britta Müller an, die den Ausbau von Polikliniken vorantrieb, um die Zusammenarbeit zwischen stationärer und ambulanter Versorgung zu verbessern. Da bestehende Förderprogramme jedoch auslaufen, befürchten die Krankenhäuser nun eine Finanzierungslücke, die ihre ohnehin angespannte Lage weiter verschärfen könnte.

Die finanziellen Belastungen der kirchlichen Krankenhäuser in Brandenburg spiegeln die übergeordneten Herausforderungen wider, vor denen das Gesundheitssystem der Region steht. Ohne zusätzliche Unterstützung des Bundes könnten viele Einrichtungen gezwungen sein, ihr Leistungsangebot zu reduzieren oder ihre Strukturen grundlegend umzubauen. Der neue Gesundheitsminister und die Landesregierung müssen diese Probleme angehen, um die langfristige Überlebensfähigkeit der Krankenhäuser zu sichern.

Quelle