20 March 2026, 14:27

Bildungsministerin Prien kürzt Millionen für Demokratieprojekte bis 2025

Schwarzer und weißer Grundriss des ehemaligen Bundeskanzleramts mit detaillierter Layout- und Textbeschriftung.

"Ziele nicht erreicht": Prien reformiert das Förderprogramm "Demokratie lebt" - Bildungsministerin Prien kürzt Millionen für Demokratieprojekte bis 2025

Bildungsministerin Karin Prien hat Pläne zur grundlegenden Reform des Programms "Demokratie leben!" bekannt gegeben, im Rahmen derer bis Jahresende die Förderung zahlreicher Projekte gestrichen wird. Die 2015 ins Leben gerufene Initiative sollte das bürgerliche Engagement stärken und der Radikalisierung entgegenwirken, steht nun jedoch vor erheblichen Kürzungen – begründet mit Bedenken hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Nachhaltigkeit.

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Das vom Bundesfamilienministerium verwaltete Programm, für das bis 2026 ein Budget von 191 Millionen Euro vorgesehen war, verliert zwei zentrale Schwerpunkte: den Aufbau einer bundesweiten Infrastruktur sowie Innovationsprojekte. Prien rechtfertigt die Streichungen mit fehlenden messbaren Erfolgen und langfristigen Wirkungen. Wie aus Unterlagen hervorgeht, wurde die Nachhaltigkeit der seit 2015 geförderten über 200 Projekte nie durch unabhängige wissenschaftliche Evaluierungen überprüft.

Zu den betroffenen Organisationen zählen die Amadeu Antonio Stiftung, der BUND, HateAid, Correctiv, der Zentralrat der Juden in Deutschland und die Konrad-Adenauer-Stiftung. Mehr als 200 Projekte könnten bis 2025 die Förderung verlieren. Stattdessen will Prien die Mittel auf bereits lokal verankerte Einrichtungen umlenken und digitale Präventionsmaßnahmen ausbauen.

Die geplanten Änderungen stoßen auf scharfe Kritik, insbesondere aus den Reihen der konservativen CDU/CSU-Fraktion der Koalitionsregierung. Gegner argumentieren, dass die Kürzungen die Bemühungen zur Stärkung der Demokratie und zur Bekämpfung von Extremismus schwächen – und das in einer Zeit, in der solche Initiativen dringend benötigt werden.

Die Reform wird die Vergabe von Bundesmitteln für die Demokratieförderung neu gestalten. Mit über 200 gefährdeten Projekten müssen sich die betroffenen Gruppen nun auf die neuen Prioritäten des Ministeriums einstellen. Der Fokus liegt künftig auf lokalen und digitalen Strategien, während viele langjährige Initiativen ohne weitere finanzielle Unterstützung dastehen.

Quelle