05 June 2026, 18:52

Betrüger erpressen Balkon-Solar-Besitzer mit gefälschten Bußgeld-Forderungen

Strafzahlung für Balkon-Kraftwerk? Bundesnetzagentur warnt vor Betrug

Betrüger erpressen Balkon-Solar-Besitzer mit gefälschten Bußgeld-Forderungen

Besitzer kleiner Balkon-Solaranlagen in Deutschland werden von einer neuen Betrugsmasche bedroht. Betrüger verschicken gefälschte Schreiben, in denen sie angebliche Bußgelder für nicht erfolgte Registrierungen fordern. Die Bundesnetzagentur hat nun eine Warnung herausgegeben, um über die Täuschung aufzuklären.

Bei dem Betrug handelt es sich um Briefen, die vortäuschen, von der Bundesnetzagentur zu stammen. Darin wird den Empfängern vorgeworfen, ihre Photovoltaik-(PV)-Kleinanlagen nicht im Marktstammdatenregister angemeldet zu haben. Zudem wird die Zahlung eines Bußgelds in Höhe von 41,60 Euro verlangt – bei Nichtzahlung innerhalb von 14 Tagen drohe eine „volle Strafe“ von 208 Euro.

Die Behörde nennt mehrere Warnsignale, an denen sich der Betrug erkennen lässt: dazu gehören falsche Absenderadressen, Telefonnummern und E-Mail-Angaben. In den gefälschten Schreiben werden die Besitzer außerdem aufgefordert, ihre Anlagen umgehend zu registrieren und einen jährlichen EEG-Bericht vorzulegen.

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Tatsächlich müssen Betreiber von Balkon-Solargeräten nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einmal jährlich ihre Zählerstände melden, um die Einspeisevergütung zu erhalten. Die echte Anmeldung muss jedoch innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme der Anlage erfolgen. Die Bundesnetzagentur betont, dass Verspätungen zwar zu Sanktionen führen können – allerdings nur über offizielle Kanäle.

Um sich zu schützen, rät die Behörde, die Zahlungsaufforderung zu ignorieren. Betroffene sollten zudem Anzeige gegen unbekannte Täter bei der Polizei erstatten.

Der Betrug nutzt die Angst vor Fristen und möglichen Strafen aus. Wer die Warnzeichen erkennt, kann sich vor den Betrügern schützen. Offizielle Mitteilungen erfolgen stets über die verifizierten Kanäle der Bundesnetzagentur.

Quelle