Berlin sucht dringend mehr Grillplätze – doch nur sieben sind offiziell erlaubt
Nadeschda PärtzeltBerlin sucht dringend mehr Grillplätze – doch nur sieben sind offiziell erlaubt
Berlin verfügt derzeit nur über sieben offizielle öffentliche Grillplätze – drei davon allein in Friedrichshain-Kreuzberg. Die ungleiche Verteilung führt zu Überfüllung, insbesondere im Volkspark Friedrichshain. Das Bezirksamt drängt nun auf weitere ausgewiesene Grillzonen in allen Stadtteilen, um die Belastung zu verringern.
Nach dem Grünflächengesetz sind die Bezirke verpflichtet, geeignete Orte für öffentliches Grillen bereitzustellen. Doch die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem, was vor allem in beliebten Parks zu Problemen führt. Die Grillfläche an der Danziger Straße im Volkspark Friedrichshain sorgt immer wieder für Beschwerden wegen Rauch, Lärm und Müll.
Seit Januar wurden im Park 133 grillbedingte Verstöße registriert. Um die Regeln durchzusetzen, waren Polizei und Ordnungsämter bereits bei sechs gemeinsamen Kontrollen im Einsatz – sieben weitere sind geplant. Das Bezirksamt hat zudem Unterstützung von dem Nachbarbezirk Pankow und der örtlichen Polizei angefordert, um die Lage in den Griff zu bekommen.
Das Bezirksamt sieht im Grillen eine kostengünstige Möglichkeit für geselliges Zusammensein im Freien. Als Lösung schlägt es vor, in jedem Stadtteil zusätzliche Grillzonen einzurichten. Dadurch sollen sich die Menschen besser verteilen und die stark frequentierten Flächen entlastet werden. Ziel des Plans ist es, Grillbegeisterte gleichmäßiger über Berlin zu verteilen. Mehr ausgewiesene Zonen könnten Beschwerden und Verstöße in Brennpunkten wie dem Volkspark Friedrichshain reduzieren. Der Vorschlag steht im Einklang mit der gesetzlichen Verpflichtung, öffentliche Grillplätze anzubieten.
