Bechtle wächst um 8 % – doch die Aktie fällt auf Rekordtief
Bechtle hält sich im Tech-Vertrieb stabil – doch die Aktie leidet unter vorsichtiger Prognose
Im vergangenen Jahr hat Bechtle im Technologievertrieb eine stabile Performance gezeigt. Während Konkurrenten wie 3U Verluste verbuchen, verzeichnete das Unternehmen 2025 ein Wachstum des Geschäftsvolumens um 8,1 % auf 8,596 Milliarden Euro. Dennoch erreichte die Aktie kürzlich ein 52-Wochen-Tief – Grund ist die zurückhaltende Einschätzung für 2026.
Die Prognose für das kommende Jahr sieht einen Rückgang der Vorsteuermarge auf höchstens fünf Prozent vor. Steigende Kosten und Engpässe bei Speicherchips treiben die Preise in die Höhe und sorgen bei Kunden für Verunsicherung. Trotz sinkender Gewinne will Bechtle die Dividende jedoch bei 0,70 Euro pro Aktie belassen.
Gleichzeitig steht ein Wechsel in der Führungsetage bevor: Antje Leminsky scheidet Ende 2026 aus dem Unternehmen aus, während Konstantin Ebert Anfang 2027 die Nachfolge von Thomas Olemotz als Vorstandsvorsitzender antritt. Der Aufsichtsrat wird das Führungsteam zudem von vier auf drei Mitglieder verkleinern – wirksam ab Januar 2027.
Das neue Führungstrio will interne Prozesse beschleunigen und Bechtle so auf Kurs halten, um das Umsatzziel von 10 Milliarden Euro bis 2030 zu erreichen. Die Unternehmensleitung wird die Prognose für 2026 genau prüfen und bis Mitte des Jahres ein Update zur Chip-Versorgung und Rentabilität vorlegen.
Dank starker Dienstleistungsangebote und geringer Verschuldung hat Bechtle sich bisher besser geschlagen als viele Konkurrenten. Dennoch werden Marktchancen und Führungswechsel die weitere Entwicklung prägen. Trotz kurzfristiger Herausforderungen bleibt das Unternehmen auf langfristiges Wachstum fokussiert.






