16 March 2026, 16:34

Bayerns marodes Schienennetz droht mit Zugausfällen – Bahn prüft Fahrpläne

Ein altes Kartenbild des Basel-Strasburg-Gebiets in Deutschland, das Text und Linien zeigt, die den Verlauf der Bahnstrecke angeben.

Marode Bahn: Zugstreichungen in der Diskussion - Bayerns marodes Schienennetz droht mit Zugausfällen – Bahn prüft Fahrpläne

Zugausfälle in Bayern drohen: Marodes Schienennetz zwingt Deutsche Bahn zu Fahrplananpassungen

Wegen des sanierungsbedürftigen Schienennetzes in Bayern könnte es in der Region zu Zugausfällen kommen. Die Deutsche Bahn prüft derzeit ihren Fahrplan, nachdem jahrelange Unterfinanzierung die Gleise in einen desolaten Zustand versetzt hat. Die möglichen Streichungen folgen auf Warnungen von Verkehrsexperten, die seit Langem auf die mangelhafte Infrastruktur hinweisen.

Das Problem wurde nach einem Gespräch zwischen der Deutschen-Bahn-Chefin Evelyn Palla und dem CSU-Verkehrsexperten Jürgen Baumgärtner öffentlich. Dieser bestätigte, dass über Einschnitte im Angebot nachgedacht werde, nannte jedoch keine konkreten Strecken, die betroffen sein könnten. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus; das Unternehmen will seine Pläne bis Ende dieser oder spätestens zu Beginn der kommenden Woche vorlegen.

Das bayerische Schienennetz leidet unter jahrelanger Vernachlässigung – eine vollständige Sanierung wird voraussichtlich noch ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen. Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) hatte bereits einen Vorschlag abgelehnt, die Strecke München–Rosenheim 2028 monatelang komplett zu sperren, setzt aber weiterhin alles daran, Ausfälle zu vermeiden. Gleichzeitig schlug Philipp Nagl, Chef der DB Infrago, vor, die Gleisbelegung anzupassen, um die Zuverlässigkeit und Kapazität zu erhöhen.

Für dringend notwendige Modernisierungen sind jedoch bereits Mittel in Aussicht: Im März 2025 hatte die Bundesregierung einen Sonderfonds in Höhe von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur und Klimaschutz beschlossen. Allein 2025 fließen über 9 Milliarden Euro in Schienenprojekte – rückwirkend ab Januar. Die Grünen fordern zudem die bayerische Landesregierung auf, ihre eigenen Beiträge für die Instandhaltung des Netzes zu erhöhen.

Die Entscheidung der Deutschen Bahn wird zeigen, ob Fahrgäste in den kommenden Monaten mit Einschränkungen rechnen müssen. Eine offizielle Mitteilung des Konzerns wird in den nächsten Tagen erwartet. Sollte es zu Streichungen kommen, wären sie ein weiteres Zeichen für die Folgen jahrelanger Investitionsstaus im bayerischen Schienennetz.

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