24 April 2026, 12:34

Baukosten in Deutschland explodieren weiter – Wohnungsbau droht zu ersticken

Baustelle mit einem Kran auf der linken Seite, einer Betonwand im Hintergrund, einem hölzernen Objekt und einem Rohr unten.

Baukosten in Deutschland explodieren weiter – Wohnungsbau droht zu ersticken

Baukosten in Deutschland steigen weiter – keine Entspannung in Sicht

Die Baukosten in Deutschland klettern weiterhin nach oben, und eine Besserung ist nicht in Sicht. Thomas Reimann, Präsident des Hessischen Bauindustrieverbands, warnt, dass die steigenden Ausgaben den Wohnungsbau ersticken. Er fordert die Politik nun auf, endlich zu handeln, bevor sich die Lage weiter verschärft.

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Die jüngsten Preisanstiege folgen auf einen deutlichen Schub während des Ukraine-Kriegs 2022, als die Baukosten zeitweise um über 15 Prozent explodierten. Doch schon vor den aktuellen Konflikten hatten die Preise für Materialien wie Stahl, Beton, Dämmstoffe und erdölbasierte Folien die Kosten in die Höhe getrieben. Allein 2024 und 2025 stiegen die Ausgaben für konventionellen Wohnungsbau um etwa drei Prozent.

Reimann sieht in den strengen Bauvorschriften einen Hauptgrund für die hohen Kosten in Deutschland. Regelungen wie die Pflicht zu Stellplätzen bei Mehrfamilienhäusern trieben unnötige Ausgaben in die Höhe, argumentiert er. Auch die Kosten für den Kranaufbau seien gestiegen – bedingt durch höhere Dieselpreise im Transportsektor.

Um gegenzusteuern, plädiert Reimann für die sofortige Einführung des Gebäudetyps E, einer neuen Klassifizierung, die den Bau vereinfachen und die Kosten senken soll. Zudem schlägt er vor, sich an Ländern wie Schweden zu orientieren, wo weniger Bauvorschriften bezahlbare Wohnprojekte ermöglichen.

Insgesamt liegen die Baukosten derzeit drei bis fünf Prozent höher als vor dem Iran-Konflikt. Ohne politische Kurskorrekturen werde sich der Trend fortsetzen, warnt Reimann – und neuer Wohnraum werde noch schwerer zu realisieren sein. Seine Vorschläge zielen auf regulatorische Reformen und die Übernahme kostensparender Maßnahmen aus dem Ausland ab.

Quelle