26 June 2026, 22:21

Bahnstrecke Hamburg–Berlin nach teurer Modernisierung endlich wieder offen

Renovierung der Hamburg-Berlin-Bahnstrecke deutlich teurer

Bahnstrecke Hamburg–Berlin nach teurer Modernisierung endlich wieder offen

Die Bahnstrecke Hamburg–Berlin ist nach monatelanger Vollsperrung endlich wieder in Betrieb gegangen. Die Modernisierung kostete 2,7 Milliarden Euro – und lag damit eine halbe Milliarde über dem ursprünglichen Budget. Verzögerungen und technische Probleme begleiteten das Projekt von Anfang an.

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Die Bauarbeiten begannen im August 2022 und führten zur Einstellung des Fern-, Regional- und Güterverkehrs. Strenger Frost im Januar und Februar brachte die Arbeiten zum Erliegen, da der gefrorene Boden weitere Fortschritte unmöglich machte. Diese Rückschläge zehrten den 300-Millionen-Euro-Puffer auf, der für unerwartete Kosten vorgesehen war.

Eigentlich sollte die Strecke bereits Anfang Mai 2023 wiedereröffnet werden. Stattdessen nahm sie erst Mitte Juni – mit sechs Wochen Verspätung – den Betrieb auf. Doch selbst dann funktionierten Aufzüge nicht einwandfrei, und die Züge fuhren nicht wie geplant.

Während der Sperrung wurden Fernverbindungen über Stendal und Uelzen umgeleitet, was für die Fahrgäste längere Reisezeiten bedeutete. Zudem konnte das neue europäische Zugsicherungssystem (ETCS) nicht installiert werden, sodass in Zukunft eine weitere längere Vollsperrung nötig sein wird.

Die Modernisierung ist Teil eines umfassenden Programms, das bis Mitte der 2030er-Jahre Dutzende Strecken im ganzen Land auf den neuesten Stand bringen soll. Die endgültigen Kosten des Projekts beliefen sich auf 2,7 Milliarden Euro – 500 Millionen mehr als veranschlagt. Weitere Sperrungen werden erforderlich sein, um die ETCS-Installation abzuschließen. Auch mit der Wiedereröffnung der Strecke sind nicht alle technischen und betrieblichen Probleme behoben.

Quelle