Arla und DMK fusionieren zur größten Molkereigenossenschaft Europas
Die Europäische Kommission hat die Übernahme von DMK durch Arla genehmigt und schafft damit die größte Molkereigenossenschaft Europas. Die Fusion vereint zwei Branchengrößen, wobei die Wettbewerbsbehörden keine Bedenken hinsichtlich der Marktkonzentration feststellten.
Bisher konkurrieren Arla und DMK um Milchlieferungen von Landwirten in Norddeutschland. Mit dem Abschluss der Transaktion endet dieser Wettbewerb. Arla arbeitet mit über 7.000 Mitgliedern in ganz Europa zusammen, während DMK rund 4.000 deutsche Milcherzeuger vertritt.
An der Fusion beteiligt ist auch die kleinere Genossenschaft DOC mit etwa 600 Mitgliedern in den Niederlanden und Deutschland. DOC beliefert derzeit DMK mit Milch; ihre Rolle wird sich im neuen Verbund ändern.
Die Wettbewerbshüter kamen zu dem Schluss, dass der Handel auch nach der Fusion weiterhin ausreichend Anbieter für Handelsmarken-Milchprodukte zur Verfügung hat. Arlas Praxis, Landwirten in allen Märkten einen einheitlichen Milchpreis zu zahlen, gibt dem Unternehmen keinen Anreiz, Kosten zu senken. Dieses Preismodell war ein entscheidender Faktor für die bedingungslose Genehmigung der Kommission.
Die Reaktionen auf die Fusion fallen unterschiedlich aus. Der Deutsche Bauernverband begrüßte den Schritt als positiv und hob Arlas starke Exportstrukturen hervor. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter kritisierte die Übernahme hingegen und verwies auf die begrenzten Verarbeitungskapazitäten anderer Genossenschaften.
Die Fusion wird nun umgesetzt und schafft die größte Molkereigenossenschaft Europas. Landwirte, Verarbeiter und Händler müssen sich an die neue Marktstruktur anpassen. Mit der Genehmigung der Kommission sind alle rechtlichen Hürden ausgeräumt.






