Apotheker zahlen in mehreren Bundesländern deutlich höhere Kammerbeiträge
Nadeschda PärtzeltApotheker zahlen in mehreren Bundesländern deutlich höhere Kammerbeiträge
Apotheker in mehreren Bundesländern zahlen höhere Mitgliedsbeiträge
In mehreren deutschen Bundesländern müssen Apotheker nun höhere Kammerbeiträge entrichten. Die Erhöhungen sind Folge von Gesetzesänderungen und steigenden Verwaltungsanforderungen. Einige Apothekerkammern haben zudem ihre Dienstleistungen und Beitragsstrukturen angepasst, um den neuen Vorschriften gerecht zu werden.
In Hessen verlangt die Landesapothekerkammer (LAK) nun auch von Rentnern und nicht berufstätigen Apothekern Mitgliedsgebühren. Diese Neuerung geht auf eine Änderung des Heilberufsgesetzes zurück, durch die die Mitgliedschaft auf alle Personen mit Hauptwohnsitz in der Region ausgeweitet wurde. Um übermäßige finanzielle Rücklagen abzubauen, hat die Kammer die aktuellen Beiträge halbiert.
Die neuen Regelungen verpflichten die LAK, alle Rentner und inaktiven Mitglieder in ihrem Zuständigkeitsbereich zu erfassen. Zudem muss ein überarbeiteter Gebührenkatalog erstellt werden, um die erweiterte Mitgliedergruppe abzudecken. Gleichzeitig rechnet die Kammer mit einem höheren Verwaltungsaufwand durch die Bearbeitung der zusätzlichen Mitglieder.
In anderen Bundesländern sind die Beiträge deutlich gestiegen. In Berlin zahlen angestellte Apotheker nun 294 Euro pro Jahr – eine Erhöhung um 100 Euro gegenüber 2023. Auch in Sachsen wurden die Beiträge angehoben: Berufstätige Mitglieder entrichten jetzt 228 Euro (bisher: 152 Euro). Für freiwillige Mitglieder bleibt der niedrigste Quartalsbeitrag bei 40 Euro.
In Niedersachsen hat die Apothekerkammer die "Pharmazeutische Zeitung" (PZ) aus ihrem Leistungspaket gestrichen. Die Entscheidung ist Teil umfassender Kostenanpassungen, mit denen die Kammern auf die veränderten finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen reagieren.
Die Änderungen betreffen Tausende Apotheker in mehreren Bundesländern. Während Rentner und nicht praktizierende Berufsangehörige in Hessen nun verpflichtende Beiträge zahlen müssen, steigen die Kosten für aktive Mitglieder in Berlin und Sachsen deutlich. Gleichzeitig rationalisieren die Kammern ihre Dienstleistungen und reduzieren Rücklagen, um die finanziellen Auswirkungen auszugleichen.






