30.000 Radfahrer fordern bei Berlins Sternfahrt sichere Radwege und mehr Investitionen
Adem Seidel30.000 Radfahrer fordern bei Berlins Sternfahrt sichere Radwege und mehr Investitionen
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer zogen am Sonntag für die jährliche Sternfahrt durch Berlins Straßen. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte Aktion forderte bessere Radinfrastrukturen in der gesamten Stadt. Straßen und Autobahnen wurden zeitweise gesperrt, um Platz für die große Fahrraddemo zu schaffen.
Die traditionelle Protestfahrt führte die Teilnehmer auf etwa 20 verschiedenen Routen durch die Stadt. Alle Wege trafen sich am Großen Stern und der Siegessäule. Für die Radler wurden unter anderem Abschnitte der Avus (A115) und der A100 gesperrt.
Der ADFC nutzte die Veranstaltung, um mehr Investitionen und den Ausbau der Radwege zu fordern. Marlene Alber, die verkehrspolitische Referentin des Verbandes in Berlin, kritisierte die aktuellen Bedingungen scharf. Viele Menschen wollten zwar Rad fahren, würden aber durch mangelhafte Infrastruktur auf unsichere Strecken gedrängt, so Alber.
Gleichzeitig richtete sie einen Appell an die Verkehrspolitiker: Geschützte Radspuren und sichere Bedingungen für Radfahrer seien täglich nötig – nicht nur bei Demonstrationen. Der ADFC stellte klar, dass er sich gegen Haushaltskürzungen wehrt, die die Radverkehrsförderung weiter einschränken könnten.
Die Sternfahrt unterstrich erneut die Forderung nach besseren Radwegenetzen in Berlin. Mit Tausenden Teilnehmern bekräftigte der ADFC seinen Aufruf zu langfristigen Investitionen. Die Organisation betont, dass eine sichere und gut finanzierte Infrastruktur unverzichtbar ist – für den Radverkehr im Alltag.






