21 March 2026, 08:28

1&1 revolutioniert den deutschen Mobilfunkmarkt mit günstigem 5G-Angebot und Netzausbau

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1&1 CEO Dommermuth Rules Out Sale to Telefónica - 1&1 revolutioniert den deutschen Mobilfunkmarkt mit günstigem 5G-Angebot und Netzausbau

Deutschlands Mobilfunkmarkt in Bewegung seit 2020

Seit 2020 erlebt der deutsche Mobilfunkmarkt eine Umwälzung – ausgelöst durch den Markteintritt von 1&1 als vierter Netzbetreiber des Landes. Das von Gründer Ralph Dommermuth geführte Unternehmen startete 2023/2024 mit seinem 5G-Angebot und setzte dabei auf günstige, hochleistungsfähige Konnektivität. Seine Präsenz hat die Preise für Verbraucher gedrückt und den Wettbewerb unter den etablierten Anbietern neu belebt.

Bis Ende 2025 hatte 1&1 bereits 27 Prozent der deutschen Haushalte abgedeckt – und damit das regulatorische Ziel von 25 Prozent übertroffen. Gleichzeitig wuchs die Kundenbasis auf rund zwei Millionen an.

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Der Aufstieg von 1&1 begann mit der Versteigerung von 5G-Frequenzen im Jahr 2020, die dem Unternehmen den Einstieg in den von Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 dominierten Markt ermöglichte. Trotz eines Marktanteils von nur 2–3 Prozent im Jahr 2025 gewann das Unternehmen durch aggressive Preispolitik an Boden und unterbot mit seinem Angebot die Konkurrenz, die über ausgereiftere Netzinfrastrukturen verfügt. Die Strategie zielte auf Erschwinglichkeit ab und sprach damit preisbewusste Kunden an.

Dommermuth wies wiederholt Spekulationen über einen Verkauf des Unternehmens zurück. Stattdessen bleibt er dem Netzausbau verpflichtet und strebt bis Ende 2026 eine Abdeckung von 35 Prozent der Haushalte an. Zudem betonte er die Bedeutung niederfrequenter Bänder für die Signalstärke in Innenräumen – eine Ressource, die seiner Ansicht nach den Mitbewerbern ungerechtfertigt zugeteilt wurde. Dieser Streit eskalierte in einem Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur, der 1&1 vorwirft, bei der Vergabe entscheidender Frequenzblöcke benachteiligt worden zu sein.

Jenseits der juristischen Auseinandersetzungen zeigt sich Dommermuth jedoch kooperationsbereit. Das Unternehmen prüft Partnerschaften mit anderen Anbietern, darunter die gemeinsame Nutzung von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten. Solche Kooperationen könnten 1&1 helfen, den Netzausbau zu beschleunigen und gleichzeitig die Infrastrukturkosten zu senken.

Trotz seines bescheidenen Marktanteils hat 1&1 die etablierten Anbieter bereits zu Preisanpassungen gezwungen. Das zwar langsame, aber stetige Wachstum des Unternehmens deutet auf einen Wandel in einem Markt hin, der jahrzehntelang von drei großen Netzbetreibern dominiert wurde.

Die Expansion von 1&1 geht weiter: Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll mehr als ein Drittel der deutschen Haushalte versorgt werden. Der Rechtsstreit um Frequenzrechte und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Konkurrenten unterstreichen den Willen des Unternehmens, sich im Wettbewerb zu behaupten. Für Verbraucher bedeutet dies vor allem eines: sinkende Preise und mehr Auswahl in einem Markt, der jahrelang kaum Bewegung zeigte.

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