06 May 2026, 20:23

YouTuber-Duo wegen Islamkritik in Hamburg unter strafrechtlicher Untersuchung

Plakat, das die Radioshow "Die Stimme der liberalen Muslime" ankündigt, zeigt Bilder von Menschen mit Kopfhörern und Mikrofonen in einem Gespräch.

YouTuber-Duo wegen Islamkritik in Hamburg unter strafrechtlicher Untersuchung

Zwei deutsche YouTuber, bekannt als „Niko“ und „Tino“, stehen wegen ihrer Islamkritik unter strafrechtlicher Untersuchung. Das Duo hatte 2024 ein Video mit dem Titel „Der Islam ist nicht Frieden“ hochgeladen, das zu rechtlichen Schritten durch die Hamburger Staatsanwaltschaft führte. Die Behörden prüfen nun, ob ihre Äußerungen gegen das Gesetz verstoßen, indem sie religiöse Überzeugungen beleidigen.

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Das Video, das weniger als 1.000 Aufrufe erhielt, enthielt scharfe Aussagen über den Islam. Tino behauptete darin, die Religion und ihre Botschaft brächten nur „Hass, Macht und Mord“ mit sich und stünden für „keinen Frieden, keine Freude und kein Leben“. Diese Bemerkungen veranlassten die Hamburger Staatsanwaltschaft, ein Verfahren nach Paragraf 166 des deutschen Strafgesetzbuchs einzuleiten, der die Beleidigung religiöser Bekenntnisse unter Strafe stellt.

Der Fall hat Kritik vom Bundesvorsitzenden der Christlichen Polizeivereinigung, Holger Clas, ausgelöst. Er verteidigte das Recht der YouTuber auf freie Meinungsäußerung und fragte, ob ähnliche Aussagen über das Christentum mit derselben Konsequenz geahndet würden. Nikos Anwalt, Marco Wingert, setzt sich für eine Einstellung des Verfahrens ein und argumentiert, das Video spiegle christliche Überzeugungen wider und stelle keine strafbare Rede dar.

Die Ermittler prüfen derzeit, ob die Kommentare den öffentlichen Frieden stören oder eine Religion rechtswidrig beleidigen könnten. Der Vorfall hat eine breitere Debatte über die Meinungsfreiheit in Deutschland entfacht – und die Frage, ob Gesetze gleichmäßig angewendet werden.

Die Untersuchungen laufen weiter, während juristische Vertreter und Unterstützer auf eine Einstellung des Verfahrens drängen. Das Ergebnis könnte einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie mit Religionskritik nach deutschem Recht umgegangen wird. Bis dahin bleibt der Fall ein zentraler Diskussionspunkt über Meinungsfreiheit und rechtliche Gerechtigkeit.

Quelle