Wohnungsbau in Deutschland bleibt trotz Milliardenspritze schwach und kämpft mit hohen Kosten
Nadeschda PärtzeltWohnungsbau in Deutschland bleibt trotz Milliardenspritze schwach und kämpft mit hohen Kosten
Der Wohnungsbau in Deutschland bleibt trotz eines jüngsten Anstiegs der Baugenehmigungen schwach. Hohe Zinsen und explodierende Baukosten haben die private Wohnungsbauaktivität im ganzen Land ausgebremst.
Der Zementverbrauch ist drastisch auf ein Niveau gesunken, wie es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr verzeichnet wurde. Aktuelle Zahlen zeigen einen Rückgang um 30 Prozent im Vergleich zu 2020. Dies spiegelt die allgemeine Verlangsamung im Bausektor wider.
Auch öffentliche Infrastrukturprojekte verzeichnen einen deutlichen Rückgang. Investitionen in Gewerbe- und Büroimmobilien sind ebenfalls zurückgegangen. Zwar sind die Baugenehmigungen um etwa 10 Prozent gestiegen, doch dauert es oft Monate, bis mit dem tatsächlichen Bau begonnen wird.
Der deutsche Sonderhaushalt des Bundes hat nun Milliarden für Infrastrukturvorhaben bereitgestellt. Diese Mittel sollen die Bautätigkeit in der zweiten Jahreshälfte ankurbeln. Die Branche kämpft jedoch weiterhin mit hohen Kosten und geringer Nachfrage. Die neuen Bundesgelder zielen darauf ab, die Bauaktivitäten zu beleben. Ob es tatsächlich zu einer Verbesserung kommt, hängt davon ab, wie schnell die Projekte von der Planung in die Umsetzung überführt werden.
