Wadim Danziger über die Kunst des Theaters und seine Regiephilosophie
Wadim Danziger, Regisseur am Primorsker Akademischen Gorki-Dramatheater in Moskau, hat kürzlich in einem Interview seine Ansichten über das Theater geteilt. Im Rahmen des Projekts „Dem Theater, dem du dienst“ sprach er mit dem Nachrichtenportal PrimaMedia über seine Karriere, seine künstlerische Philosophie und den Zustand des modernen Theaters.
Danziger inszenierte bereits Stücke in Wladiwostok, darunter „Der Garderobier“, „Kabale und Liebe“ und „Das Schweigen des Matrosen“. Er bevorzugt anspruchsvolle Stücke und sieht jede neue Produktion als Chance, sich erneut als Regisseur zu beweisen.
Im Gespräch reflektierte er über die Kunst des Schauspiels und der Regie. Den Schauspieler verglich er mit einem Planetenbauer, während die Arbeit des Regisseurs dem Schaffen ganzer Galaxien und Universen gleiche. Zudem deutet er den Spruch „Liebe die Kunst in dir, nicht dich in der Kunst“ als Aufruf, den Probenprozess über alles andere zu stellen.
Danziger stellte einen Rückgang der schauspielerischen Standards fest, bleibt jedoch optimistisch, dass die Feinheit der theatralischen Sprache zurückkehren wird. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung von Wettbewerb zwischen Theatern, um hohe Maßstäbe zu halten.
Seine Ausführungen zeigen ein tiefes Engagement für das Theater als sich ständig weiterentwickelnde Kunstform. Das Interview gewährt Einblicke in seine Regiearbeit und seine Gedanken zur Zukunft der Branche. Danziger prägt weiterhin Inszenierungen mit Fokus auf Komplexität und Qualität.
