Versteigerung des Quartier 206 in Berlin scheitert an zu niedrigen Geboten
Alex FlantzVersteigerung des Quartier 206 in Berlin scheitert an zu niedrigen Geboten
Die Versteigerung des Quartier 206, eines zentralen Teils der Berliner Friedrichstadt-Passage, ist gescheitert, nachdem die Gebote weit unter dem Marktwert blieben. Das Objekt, das auf rund 187 Millionen Euro geschätzt wird, zog lediglich zwei Angebote an – beide unter der Hälfte des erwarteten Preises. Eine Entscheidung des Amtsgerichts zum gescheiterten Verkauf wurde nun bis Freitag vertagt.
Das Quartier 206 liegt im Herzen der seit Langem kämpfenden Friedrichstadt-Passage, eingeklemmt zwischen dem ehemaligen Galeries Lafayette und dem Quartier 205. Große Teile des Komplexes stehen seit Jahren leer, was der Versteigerung zusätzliche Dringlichkeit verlieh.
Während der Verhandlung erreichte das höchste Gebot nur 40 Millionen Euro – weniger als ein Viertel des geschätzten Wertes. Das Amtsgericht Mitte lehnte dieses Angebot als zu niedrig ab, um den Verkauf fortzuführen. Die Entscheidung ist jedoch noch nicht endgültig, da die Beteiligten nun zwei Wochen Zeit haben, beim Landgericht Berlin Widerspruch einzulegen.
Der gescheiterte Verkauf lässt das Quartier 206 vorerst in der Schwebe. Ohne gültige Angebote bleibt die Zukunft des Objekts ungewiss, bis das Gericht ein endgültiges Urteil fällt. Weitere rechtliche Schritte könnten den Prozess zusätzlich in die Länge ziehen.






