20 April 2026, 12:28

Ulm setzt auf bahnbrechende Krisenstrategie für mehr Resilienz und Sicherheit

Kreisförmiges Diagramm des Katastrophenzyklus mit vier beschrifteten Phasen – Abmilderung, Vorbereitung, Erholung und Reaktion – verbunden durch Pfeile, umgeben von erklärendem Text.

Ulm setzt auf bahnbrechende Krisenstrategie für mehr Resilienz und Sicherheit

Ulm stellt zukunftsweisende Krisenmanagementstrategie vor – mehr Resilienz für die Stadt

Ulm hat eine wegweisende Strategie zur Krisenvorsorge vorgestellt, die die Widerstandsfähigkeit der gesamten Stadt stärken soll. Der Plan setzt auf Prävention, Risikominderung und die Aufrechterhaltung kritischer kommunaler Funktionen in Notlagen. Verantwortliche bezeichnen das Vorhaben als mehrstufiges Konzept, das digitale Aufrüstung, zusätzliche Finanzmittel und eine engere Abstimmung mit übergeordneten Behörden umfasst.

Bereits seit einem Strategieklausur des Stadtrats im Jahr 2023 hat Ulm konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Vorbereitung umgesetzt. Dazu gehörten Tests alternativer Kommunikationsmittel sowie Großübungen zur Bewältigung von Massenanfällen von Verletzten. Oberbürgermeister Martin Ansbacher dankte zudem den Einsatzkräften für ihr kontinuierliches Engagement zum Schutz der Bevölkerung.

Klare Finanzzusagen für die Krisenvorsorge Die Strategie sieht verbindliche finanzielle Verpflichtungen vor, um die Krisenreaktion zu stärken. Ab 2027 stellt die Stadt jährlich 500.000 Euro für dringende Maßnahmen in der Notfallplanung und Gefahrenabwehr bereit. Bis 2028 verdoppelt sich dieses Budget auf eine Million Euro pro Jahr – zugunsten langfristiger Resilienzprojekte.

Ein zentrales Vorhaben ist die Anschaffung eines modularen "Energy"-Abrollcontainers für 650.000 Euro. Diese mobile Einheit soll bei Stromausfällen kritische Einrichtungen oder Einsatzzentralen mit Notstrom versorgen. Die Beschaffung wurde beschleunigt, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.

Digitale Sicherheit und Personalaufbau Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der IT-Sicherheit: Ulm modernisiert seine digitale Infrastruktur, um Datenschutz und digitale Souveränität zu stärken. Dazu gehören Maßnahmen gegen Cyberangriffe sowie die Gewährleistung zuverlässiger Kommunikation in Krisensituationen.

Auch der Personalbestand wird ausgebaut. Bis 2026 entsteht eine neue Stelle für den Zivil- und Katastrophenschutz, die wachsende Aufgaben in der Prävention und der Bewältigung großer Schadenslagen bündelt.

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Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinaus Die Vernetzung mit Landkreisen, Land und Bund bleibt entscheidend. Ulm stimmt sich eng mit anderen Behörden ab, um Strategien abzugleichen und Ressourcen zu teilen – besonders bei großflächigen Notlagen, die über das Stadtgebiet hinausreichen.

Die neue Strategie knüpft an bestehende Maßnahmen an und führt zusätzliche Mittel, Technologien und Personal ein. Mit einer Million Euro jährlicher Förderung ab 2028 will die Stadt Risiken minimieren und grundlegende Dienstleistungen auch in Krisenzeiten aufrechterhalten. Die Verantwortlichen betonen, dass die enge Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Einsatzbereich weiterhin zentral für die Vorbereitung Ulms bleibt.

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