Trigema-Erbin warnt vor überhöhten Lohnnebenkosten und kritisiert Bonus-Pläne der Regierung
Nadeschda PärtzeltTrigema-Erbin warnt vor überhöhten Lohnnebenkosten und kritisiert Bonus-Pläne der Regierung
Bonita Grupp, Erbin des Modeimperiums Trigema, hat ihre Sorgen über die steigenden Lohnnebenkosten geäußert. Sie warnte davor, dass diese Ausgaben Unternehmen bald überfordern könnten. In ihren Stellungnahmen ging sie auch auf aktuelle politische Entscheidungen ein – darunter den neuen steuerfreien Bonus von 1.000 Euro für Arbeitnehmer.
Grupp kritisierte den Beschluss der Regierung, einen steuerfreien Bonus in Höhe von 1.000 Euro für Beschäftigte einzuführen. Sie argumentierte, Politiker dürften keine falschen Erwartungen wecken oder Leistungen auf Kosten anderer verteilen. Trigema selbst hat noch nicht entschieden, ob das Unternehmen die Prämie an seine Mitarbeiter auszahlen wird.
In der allgemeinen Steuerpolitik zeigte sie sich hingegen etwas kompromissbereit. Zwar wäre sie bereit, eine moderate Erhöhung des Spitzensteuersatzes zu akzeptieren, doch bestehe sie darauf, dass solche Maßnahmen durch Entlastungen in anderen Bereichen ausgeglichen werden müssten. Ihre Hauptsorge bleibt die wachsende Belastung durch Lohnnebenkosten, die sie für Unternehmen langfristig als untragbar ansieht.
Die Trigema-Erbin hat ihre Position deutlich gemacht: Zwar könnte sie Anpassungen bei der Einkommensteuer hinnehmen, doch lehnt sie unfinanzierte Boni ab. Ihr Fokus liegt auf der finanziellen Belastung, die steigende Arbeitskosten für Arbeitgeber mit sich bringen. Eine endgültige Entscheidung des Unternehmens über die Bonuszahlung steht noch aus.






