Steuersenkung für Gastronomie scheitert an kleinen Betrieben – Großkonzerne profitieren
Nadeschda PärtzeltSteuersenkung für Gastronomie scheitert an kleinen Betrieben – Großkonzerne profitieren
Die Bundesregierung hatte die Gaststättensteuer Anfang dieses Jahres gesenkt. Doch die Maßnahme kam kleinen ländlichen Gasthäusern nicht wie beabsichtigt zugute. Stattdessen profitierten vor allem große Ketten wie McDonald’s und Burger King.
Monika Schnitzer, Wirtschaftsprofessorin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, übt scharfe Kritik an der Politik. Die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung warnt, Deutschland lebe über seine Verhältnisse. Schnitzer fordert, die ermäßigte Mehrwertsteuer für die Gastronomie wieder abzuschaffen – sie koste den Staat jährlich rund 3,4 Milliarden Euro.
Zudem mahnt sie, das Land habe die Infrastruktur jahrelang vernachlässigt. Skeptisch zeigt sie sich auch, ob ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran der deutschen Wirtschaft spürbaren Aufschwung bringen würde. Die Ampelkoalition hat inzwischen angekündigt, mehrere Subventionen schrittweise abzubauen, darunter die Steuervergünstigung für Diesel.
Schnitzer schlägt weitreichende Reformen vor, um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen. Sie verweist zudem auf Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im Bereich der künstlichen Intelligenz. Die geplanten Subventionskürzungen der Regierung könnten einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik einläuten.






