08 May 2026, 06:25

Steuerreform: CDU/CSU und SPD uneinig über gemeinsames Vorgehen

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Steuern für Reich und große Unternehmen weiter senken."

Steuerreform: CDU/CSU und SPD uneinig über gemeinsames Vorgehen

In der Debatte um die Reform der Einkommensteuer gibt es Uneinigkeit zwischen CDU/CSU und SPD. Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat Finanzminister Lars Klingbeil aufgefordert, von einem einseitigen Vorstoß abzusehen. Stattdessen plädierte Spahn dafür, dass beide Parteien gemeinsam an einem gemeinsamen Konzept arbeiten.

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Der Streit entzündete sich, nachdem Klingbeil angekündigt hatte, sein Ministerium werde in Kürze einen eigenen Entwurf zur Einkommensteuerreform vorlegen. Spahn reagierte darauf mit der Forderung nach einem gemeinsamen Vorgehen und argumentierte, dass eine Zusammenarbeit öffentliche Auseinandersetzungen vermeiden würde.

Spahn skizzierte die zentralen Ziele der CDU/CSU für die Reform: die Entlastung von Gering- und Mittelverdienern, die Vermeidung einer zu schnellen höheren Besteuerung von Überstundenvergütungen sowie die Verringerung des sogenannten „Mittelschichtsbauchs“ im Steuersystem. Zudem schlug er vor, den Großteil der Steuerentlastungen durch Kürzungen außerhalb des Steuersystems zu finanzieren.

Um die Reform zu finanzieren, räumte Spahn ein, dass ein „radikaler Ansatz“ nötig sein könnte – etwa die pauschale Streichung vieler Subventionen. Er lehnte es ab, fünf Prozent der Steuerzahler stärker zu belasten, um 95 Prozent zu entlasten, und warnte vor Steuersätzen von bis zu 60 Prozent.

Zu einem weiteren Thema äußerte Spahn Zweifel daran, ob der Tankrabatt verlängert werden sollte. Die Regierung werde die Lage Mitte Juni prüfen, bevor eine Entscheidung falle.

Die CDU/CSU setzt bei der Steuerreform auf Entlastungen für Gering- und Mittelverdiener. Spahns Appell für einen gemeinsamen Vorschlag zielt darauf ab, öffentliche Konflikte zu vermeiden und gleichzeitig zentrale finanzpolitische Fragen anzugehen. Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob die SPD bereit ist, an einer gemeinsamen Lösung mitzuwirken.

Quelle