Siemensstadt Square wird zum Innovationszentrum mit 3.750 Wohnungen und 4,5 Mrd. Euro Investitionen
Brit PutzSiemensstadt Square wird zum Innovationszentrum mit 3.750 Wohnungen und 4,5 Mrd. Euro Investitionen
Siemensstadt Square in Berlin steht vor einem tiefgreifenden Wandel – zumindest nach dem überarbeiteten Masterplan. Das 76 Hektar große Gelände soll seine Wohnkapazität fast verdoppeln und Platz für rund 3.750 Wohnungen bieten, daneben aber auch Raum für Industrie, Forschung und Grünflächen schaffen. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey bezeichnete das aktualisierte Konzept als einen "entscheidenden Meilenstein" für den historischen Standort.
Die Bauarbeiten in Siemensstadt Square beginnen 2024, die vollständige Fertigstellung ist für die 2030er-Jahre geplant. Das mit insgesamt 4,5 Milliarden Euro veranschlagte Projekt – davon 750 Millionen Euro von Siemens – soll nach Abschluss etwa 40.000 Menschen Wohn- und Arbeitsraum bieten.
Der neue Plan ersetzt das Konzept von 2021 und sieht vor, Bürofächen zu reduzieren und gewerbliche Aktivitäten in einem Innovationscampus in der Nähe des künftigen S-Bahnhofs Siemensstadt zu bündeln. Dieser Campus wird sich auf digitale und technologische Bereiche konzentrieren und Start-ups, Forschungsunternehmen sowie leichte Industrie beherbergen. Zudem wurden Industriezonen südlich der Nonnendammallee gesichert.
Die Verkehrsanbindung wird durch die Reaktivierung der lange stillgelegten Siemensbahn verbessert, die voraussichtlich Ende 2029 wieder für den S-Bahn-Verkehr geöffnet wird. Das Viertel erhält außerdem eine Grundschule für 600 Schüler:innen sowie zwei Kitas, ergänzt durch Freizeit- und Grünflächen.
Der überarbeitete Masterplan vereint Wohnen, Wirtschaft und Infrastruktur in Siemensstadt Square. Mit Baubeginn im kommenden Jahr und den geplanten Verkehrsprojekten soll das Viertel bis in die 2030er-Jahre zu einem Zentrum für Innovation und urbanes Leben werden. Die Gesamtinvestition von 4,5 Milliarden Euro unterstreicht das Ausmaß der Entwicklung.






