Salzgitter-Bürgermeister attackiert VW-Chef Blume wegen gebrochener Zukunftsversprechen
Alex FlantzSalzgitter-Bürgermeister attackiert VW-Chef Blume wegen gebrochener Zukunftsversprechen
Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel hat Volkswagen-Chef Oliver Blume für dessen jüngste Pläne scharf kritisiert. Klingebiel zeigte sich verärgert über Blumes öffentliche Infragestellung der im Dezember 2024 vereinbarten gemeinsamen Zukunftsstrategie. Der Oberbürgermeister stellt sich damit klar hinter die Belegschaft vor Ort und alle VW-Mitarbeiter:innen.
Ende 2024 hatten sich Vorstand, Aufsichtsrat, Betriebsräte und die IG Metall auf eine gemeinsame Strategie verständigt. Ziel der Vereinbarung war es, alle VW-Standorte zu erhalten und Beschäftigungsgarantien zu verlängern. Das Werk Salzgitter wurde dabei als unverhandelbar erklärt – Klingebiel besteht darauf, dass es Teil des Konzerns bleiben muss.
Für den Oberbürgermeister ist unverständlich, warum Blume das Abkommen so kurz nach dessen Abschluss infrage stellt. Er bezeichnete die Haltung des Vorstandsvorsitzenden als „irritierend und empörend“. Zugleich wies Klingebiel Spekulationen über Werksschließungen oder den Abbau von 100.000 Arbeitsplätzen zurück und nannte solche Überlegungen „überholt“.
Klingebiel und der Stadtrat von Salzgitter unterstützen das VW-Gesetz sowie die regionale Arbeitnehmervertretung. Er begrüßte die klare Positionierung von Ministerpräsident Olaf Lies in dieser Angelegenheit.
Die im Dezember 2024 getroffene Vereinbarung sollte die VW-Standorte und Arbeitsplätze sichern. Klingebiels Kritik macht die Spannungen bei der Umsetzung deutlich. Die Zukunft des Werks Salzgitter und der Schutz der Beschäftigten bleibt ein zentraler Streitpunkt.
