11 May 2026, 02:29

Sachsens Minister will VW-Werk Zwickau mit China-Kooperation retten

Schwarze und weiße Anzeige für die Louis Eilers Hannover-Herrenhausen-Fabrik, die ein Foto des Fabrikgebäudes mit begleitendem Text zeigt.

Sachsens Minister will VW-Werk Zwickau mit China-Kooperation retten

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter hat einen kühnen Plan vorgelegt, um Arbeitsplätze im Volkswagen-Werk Zwickau zu sichern. Er schlägt eine Zusammenarbeit mit chinesischen Herstellern von Elektrofahrzeugen vor, um ungenutzte Produktionskapazitäten besser auszulasten. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund nachlassender Nachfrage nach den ID-Modellen des Werks, was zu Produktionskürzungen und Personalabbau geführt hat.

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Das Werk in Zwickau wurde 2019 zu einer rein auf Elektrofahrzeuge ausgerichteten Fabrik umgebaut. Dort sind rund 10.000 Mitarbeiter direkt beschäftigt, weitere 30.000 Arbeitsplätze hängen indirekt von dem Standort ab. Doch die schwächer als erwartet ausfallenden Verkäufe der ID-Baureihe haben zu einer reduzierten Produktion und Stellenstreichungen geführt.

Panter betonte, China sei im Bereich der Elektromobilität längst kein aufstrebender Newcomer mehr. Chinesische Hersteller verfügten mittlerweile über erhebliche Expertise in diesem Sektor. Um das Werk Zwickau und seine Belegschaft zu schützen, regte er ein Joint Venture zwischen Volkswagen und einem chinesischen Automobilhersteller an.

Eine solche Partnerschaft müsste laut Panter jedoch klare europäische Regeln und Standards einhalten. Volkswagen hatte die vollständige Integration des Werks in die Volkswagen AG bereits verschoben – ursprünglich für den 1. Januar 2027 geplant. Mit seinem Vorschlag will der Minister die derzeitige Unterauslastung der Produktionskapazitäten beheben, ohne dass Arbeitsplätze verloren gehen.

Ziel des Plans ist es, das Werk Zwickau durch die Nutzung chinesischer Kompetenz im Bereich Elektrofahrzeuge zu stabilisieren. Bei Umsetzung könnte dies helfen, die 10.000 direkten und 30.000 indirekten Arbeitsplätze am Standort zu erhalten. Der Erfolg des Vorhabens hängt jedoch davon ab, ob für solche Kooperationen klare europäische Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Quelle