03 April 2026, 00:35

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet erst 2027 – Kosten explodieren auf 836 Millionen

Offenes Buch mit detaillierten Zeichnungen und Text, der ein Schienensystem einschließlich einer Illustration der Schienenstrecke zeigt.

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet erst 2027 – Kosten explodieren auf 836 Millionen

Ausbau der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln: Baubeginn verschiebt sich auf 2027

Der Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln hat erneut Verzögerungen erlebt, sodass der Baubeginn nun frühestens 2027 erfolgen soll. Ursprünglich für 2024 geplant, beläuft sich das Gesamtbudget des Projekts mittlerweile auf 836 Millionen Euro, wobei sich die Kosten zwischen Bund und Nordrhein-Westfalen (NRW) aufteilen. Trotz anhaltender Herausforderungen zeigen sich die Verantwortlichen zuversichtlich, dass die Genehmigungen bis spätestens Ende 2030 vorliegen und die Arbeiten beginnen können.

Der Zeitplan für das Vorhaben hat sich seit der ersten Planung deutlich verschoben. Steigende Baukosten, umfangreiche Umweltprüfungen und Materialengpässe zwangen zu einer Verlegung des Baustarts von 2024 auf 2027. Selbst das angestrebte Fertigstellungsdatum für das zweite Gleis – Anfang 2032 – gerät zunehmend in Gefahr, da es zu Überschneidungen mit anderen Infrastrukturprojekten kommt.

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Das Ausbauprojekt umfasst umfangreiche Modernisierungen: eine zweigleisige Streckenverlängerung, einen komplett umgestalteten Bahnhof Bergisch Gladbach sowie einen neuen Haltepunkt in Köln-Kalk West. Sämtliche Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach werden zudem barrierefrei ausgebaut. Darüber hinaus erhalten der Kölner Hauptbahnhof und der Bahnhof Köln Messe/Deutz neue Mittelbahnsteige.

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass die Baugenehmigungen noch in diesem Sommer erteilt werden. Sobald die Freigabe vorliegt, kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen beginnen und Gleissperrungen planen. Die erste größere Vollsperre ist bereits für den Zeitraum vom 10. April bis zum 3. Juli 2026 vorgesehen, um in Mülheim ein digitales Stellwerk zu installieren.

Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach, äußerte die Hoffnung, dass die Bauarbeiten möglicherweise bereits gegen Ende 2030 starten könnten. Nach der Fertigstellung wird die S11 im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in den Hauptverkehrszeiten fast alle fünf Minuten.

Das Projekt verfügt nun über ein festgelegtes Budget von 836 Millionen Euro, wobei der Bund 531 Millionen und NRW 305 Millionen Euro beisteuert. Zwar sind Genehmigungen und Finanzierung gesichert, doch weiterhin sorgen Verzögerungen und Planungskonflikte für Unsicherheiten im Zeitplan. Nach Abschluss der Arbeiten wird die ausgebauten Strecke die Kapazitäten und Taktdichte für Pendler deutlich erhöhen.

Quelle