22 March 2026, 00:38

Porsche bremst E-Auto-Pläne und setzt weiter auf Verbrenner und Hybride

Werbeposter für Premier Cycle Cars mit einem klassischen schwarzen Auto mit schlankem Design und fetter weißer Schrift.

Porsche bremst E-Auto-Pläne und setzt weiter auf Verbrenner und Hybride

Porsche hat die Produktion seiner Verbrenner- und Hybridmodelle Panamera und Cayenne verlängert, während das Unternehmen seine Strategie angesichts der Marktunsicherheiten anpasst. Der Schritt folgt auf einen deutlichen Rückgang bei Verkäufen und Gewinnen: Die Auslieferungen sanken 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 10,1 Prozent.

Die Entscheidung des deutschen Automobilherstellers spiegelt die größeren Herausforderungen im Bereich der Elektrofahrzeuge wider. Infrastrukturengpässe, Hürden bei der Batterietechnologie und Rohstoffknappheit haben den Übergang zur vollständigen Elektrifizierung gebremst. Porsche rechnet nun damit, dass rein batteriebetriebene Fahrzeuge (BEV) 2026 nur noch 24 bis 26 Prozent der Verkäufe ausmachen werden – deutlich weniger als in früheren Prognosen angenommen.

In China, einem Schlüsselmarkt, brachen die Absatzzahlen 2025 um 26 Prozent ein und zogen die globalen Auslieferungen von 310.718 Fahrzeugen im Jahr 2024 auf 279.449 im vergangenen Jahr nach unten. Der operative Gewinn stürzte um 92,7 Prozent auf 413 Millionen Euro ab, während die Umsätze um 9,5 Prozent auf 36,27 Milliarden Euro schrumpften. Gleichzeitig wuchsen reine E-Auto-Hersteller weiter und vergrößerten den Abstand zu Porsches Marktposition.

Auch externe Faktoren spielten eine Rolle: Die Preise für Brent-Rohöl stiegen in den letzten Monaten um 27 Prozent, und die Europäische Zentralbank erhöhte ihre Inflationsprognose für 2026 auf 2,6 Prozent. Zusammen mit schwankenden Energiepreisen und wirtschaftlicher Unsicherheit veranlassten diese Entwicklungen Porsche, das Ziel einer vollständigen Elektrifizierung bis 2030 zu verschieben. Stattdessen setzt das Unternehmen nun auf Stabilität, indem es Verbrenner- und Hybridmodelle weiter produziert.

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Die Gewinnmargen in diesem Jahr hängen stark von den Hybridverkäufen in Europa und China ab. Der Aktienkurs von Porsche erreichte kürzlich ein 52-Wochen-Tief – ein Zeichen für die Sorgen der Anleger angesichts der strategischen Neuausrichtung.

Die verlängerte Produktionsdauer der Verbrenner- und Hybridmodelle soll die Folgen der verlangsamten E-Auto-Wende abfedern. Angesichts des Drucks auf Verkäufe und Gewinne balanciert Porsche zwischen kurzfristigen Umsatzbedürfnissen und langfristigen Elektrifizierungszielen. Ob dieser Ansatz erfolgreich sein wird, hängt in den kommenden Monaten von der Marktnachfrage und den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab.

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