31 March 2026, 18:31

Polen deckelt Spritpreise – Deutsche tanken vor Ostern im Nachbarland billiger

Alte Karte von Polen mit roter Linie und handgeschriebenem Text auf vergilbten Papier.

Polen deckelt Spritpreise – Deutsche tanken vor Ostern im Nachbarland billiger

Die polnische Regierung hat Preisobergrenzen für Kraftstoffe eingeführt, um die finanzielle Belastung der Autofahrer zu verringern. Nach den neuen Vorschriften sind die Preise für Benzin und Diesel nun auf tagesaktuell festgelegte Sätze gedeckelt. Unterdessen hat auch Deutschland Maßnahmen ergriffen, um die Spritkosten angesichts anhaltender wirtschaftlicher Herausforderungen zu stabilisieren.

An den Grenzübergängen haben sich bereits lange Schlangen gebildet, da Autofahrer die günstigeren Preise in Polen vor dem Osterwochenende nutzen wollen.

Die Mitte-links-Regierung Polens unter Ministerpräsident Donald Tusk setzte die Preisbremse als Reaktion auf die steigenden Ölpreise in Folge des Iran-Konflikts durch. Normalbenzin ist nun auf 6,16 Złoty pro Liter (etwa 1,44 Euro) begrenzt, Superbenzin auf 6,76 Złoty (1,58 Euro) und Diesel auf 7,60 Złoty (1,77 Euro). Mit der Maßnahme sollen Verbraucher vor den drastischen Preisanstiegen geschützt werden, wie sie in Nachbarländern zu beobachten sind.

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Noch vor Einführung der Deckelung waren die Spritpreise in Deutschland aufgrund des Ukraine-Kriegs und weiterer geopolitischer Spannungen stark angestiegen. Bis Ende Februar 2026 kosteten sowohl Benzin als auch Diesel über 2 Euro pro Liter – viele Autofahrer suchten daraufhin nach günstigeren Alternativen im Ausland. Ähnliche Preisregulierungen wurden in anderen europäischen Ländern während vergangener Energiekrisen erprobt, wobei die Erfolgsbilanz jedoch begrenzt blieb.

In Deutschland dürfen Tankstellen die Preise nun nur noch einmal täglich, mittags, anheben. Die Regelung soll extreme Preisschwankungen eindämmen und für mehr Transparenz sorgen. Ob sie jedoch zu einer spürbaren Senkung der Gesamtkosten führt, bleibt ungewiss.

Mit Beginn der Osterferien hat der Grenzverkehr deutlich zugenommen. Viele Pendler aus Deutschland fahren nach Polen, um dort günstiger zu tanken. Diese Welle des "Sprit-Tourismus" wird sich voraussichtlich über das lange Wochenende noch verstärken und zu weiteren Verzögerungen führen.

Die Preisdeckel in Polen und die neuen Preismechanismen in Deutschland sind Teil der Bemühungen beider Länder, die wirtschaftlichen Folgen globaler Konflikte abzufedern. Autofahrer reagieren bereits, indem sie grenzüberschreitend nach günstigerem Sprit suchen – besonders vor den Osterfeiertagen. Ob die Maßnahmen langfristig für Entlastung an den Zapfsäulen sorgen, bleibt abzuwarten.

Quelle