Podiumsdiskussion: Wie gelingt das Zusammenleben mit AfD-Anhängern in Ostdeutschland?
Nadeschda PärtzeltPodiumsdiskussion: Wie gelingt das Zusammenleben mit AfD-Anhängern in Ostdeutschland?
Podiumsdiskussion: Leben mit AfD-Anhängern und die Stärkung der liberalen Demokratie
Bald findet eine Podiumsdiskussion darüber statt, wie das Zusammenleben mit AfD-Wählern gelingen und die liberale Demokratie gestärkt werden kann. Die CDU-Politikerin Nora Zabel, die Soziologin Katja Salomo und der Mitgründer der Grünen, Lukas Beckmann, werden die Debatte leiten. Die Veranstaltung steht im Kontext des wachsenden Einflusses der AfD, insbesondere in Ostdeutschland, wo sie in vielen Regionen mittlerweile die Mehrheit der Wähler hinter sich vereint.
Seit der Wiedervereinigung 1990 hat sich die politische Landschaft in Ostdeutschland spürbar verändert. Ab den 2010er-Jahren entwickelte sich die AfD in ländlichen Gebieten und Kleinstädten zur stärksten Kraft – angetrieben von sozioökonomischen Frustrationen und einem tiefen Misstrauen gegenüber der etablierten Politik. Bei der Bundestagswahl 2025 erreichte die Partei in Bundesländern wie Thüringen und Sachsen über 30 Prozent der Stimmen.
Heute sind AfD-Wähler fester Bestandteil des Alltags in diesen Regionen: Sie leben in denselben Nachbarschaften, besuchen dieselben Schulen, Sportvereine und Kneipen wie alle anderen. Die Diskussion soll ergründen, wie Gemeinden mit diesen politischen Gräben umgehen können, ohne die demokratischen Werte aus den Augen zu verlieren.
Moderiert wird die Veranstaltung von Peter Unfried, Chefreporter und Herausgeber des Magazins Futurzwei. Organisiert wird sie in Kooperation mit der Klimabuchmesse e.V., einer Initiative, die sich mit Klimafragen und gesellschaftlichen Herausforderungen beschäftigt.
Im Mittelpunkt der Debatte stehen die Herausforderungen für Gemeinden, in denen die AfD zur dominierenden politischen Kraft geworden ist. Angesichts des wachsenden Einflusses der Partei soll nach praktischen Lösungen gesucht werden, um den sozialen Zusammenhalt und das demokratische Engagement zu bewahren. Die Veranstaltung spiegelt damit auch die größeren Sorgen um die Zukunft der liberalen Demokratie in Regionen wider, in denen rechtspopulistische Strömungen weiter an Zulauf gewinnen.






