Ostfalia Hochschule stärkt Einsatzkräfte mit neuem Forschungsprojekt zu Notfallversorgung
Alex FlantzOstfalia Hochschule stärkt Einsatzkräfte mit neuem Forschungsprojekt zu Notfallversorgung
Die Fakultät für Gesundheit der Ostfalia Hochschule startet ein neues Forschungsprojekt zur Unterstützung von Einsatzkräften. Die Initiative mit dem Titel „HLF R/NK tW – Offene Hochschule für Leitstellen, Feuerwehr und Rettungsdienst“ zielt darauf ab, die Lücke zwischen Berufspraxis und akademischer Bildung zu schließen. Im Mittelpunkt stehen die zentralen Bereiche Notfallversorgung und Katastrophenmanagement.
Das Projekt läuft vom 1. Juni 2026 bis zum 31. Dezember 2028. Geleitet wird es von den Wissenschaftlerinnen Professorin Dr. Ilka Benner, Professorin Dr. Melanie Lietz und Professorin Dr. Sandra Tschupke. Sie arbeiten eng mit Praxispartnern zusammen, darunter das Ausbildungszentrum für Notfall- und Intensivmedizin, die Interdisziplinäre Task Force für Notfall- und Katastrophenmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover sowie die Feuerwehr und der Katastrophenschutz der Stadt Wolfsburg.
Im Rahmen des Programms sollen sechs Schulungsmodule entwickelt werden, darunter „Kindernotfälle im Rettungsdienst“ und „Einsatzführung bei Großschadenslagen“. Ziel ist es, ein flexibles, modulares und fachübergreifendes Ausbildungssystem zu schaffen, das speziell auf die Bedürfnisse von Einsatzkräften aus Leitstellen, Feuerwehren und Rettungsdiensten zugeschnitten ist.
Die Finanzierung erfolgt über das Programm „Hochschulen öffnen“ der NBank, wobei Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) und dem Land Niedersachsen bereitgestellt werden. Während der Laufzeit des Projekts sollen Teile des Schulungsprogramms erprobt werden. Langfristig soll Einsatzkräften damit eine strukturierte und zugängliche Weiterbildung ermöglicht werden. Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxispartnern soll die Handlungsfähigkeit in kritischen Situationen stärken.
