Oberasbach verdoppelt Wassergebühren ab Oktober 2026 – warum Bürger tief in die Tasche greifen müssen
Alex FlantzOberasbach verdoppelt Wassergebühren ab Oktober 2026 – warum Bürger tief in die Tasche greifen müssen
Oberasbacher Haushalte müssen ab 1. Oktober 2026 fast doppelte Wassergebühren zahlen. Der Stadtrat steht vor der Abstimmung über eine überarbeitete Satzung, die tiefgreifende Änderungen bei der Preisgestaltung mit sich bringt.
Die bisherige Regelung aus dem Jahr 1995 wird vollständig ersetzt, um den aktuellen rechtlichen Anforderungen zu entsprechen. Die Neufassung orientiert sich am Musterstatut des Bayerischen Innenministeriums und tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft. Zudem wird sie die Preisangabenverordnung erfüllen, indem sowohl Netto- als auch Bruttopreise ausgewiesen werden.
Hauptgrund für die Erhöhung ist ein Finanzierungsdefizit von 2,1 Millionen Euro, das sich in den vergangenen vier Jahren angesammelt hat. Der Bayerische Kommunalprüfungsverband hat die Gebühren neu berechnet, wodurch der Verbrauchspreis pro Kubikmeter von 2,08 Euro auf 4,12 Euro stark ansteigt. Die aktualisierte Satzung sieht zudem eine Verzinsung von 2 Prozent auf das in die Wasserversorgung investierte Kapital vor.
Noch vor Inkrafttreten der neuen Regelung wird am 1. Juli 2026 ein sogenannter „Wassercent“-Zuschlag von 10 Cent pro Kubikmeter eingeführt. Die zusätzlichen Einnahmen fließen in lokale Projekte zum Gewässerschutz.
Die endgültige Entscheidung des Stadtrats fällt am 29. Juni 2026. Nach der Verabschiedung gelten die überarbeitete Satzung und die neuen Gebühren ab ihren jeweiligen Stichtagen. Für die Bürger bedeutet dies zwar höhere Kosten, doch die Änderungen sollen langjährige Finanzlücken schließen und die künftige Infrastruktur absichern.
