Neukölln bekommt für 78 Millionen Euro ein hochmodernes Umspannwerk an historischer Stelle
Alex FlantzNeukölln bekommt für 78 Millionen Euro ein hochmodernes Umspannwerk an historischer Stelle
Neues Umspannwerk für 78 Millionen Euro ersetzt veraltete Anlage an der Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln
An der Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln entsteht ein modernes Umspannwerk, das eine veraltete Anlage ersetzen soll. Das von Stromnetz Berlin und dem Bezirksamt Neukölln getragene Projekt kostet 78 Millionen Euro und wird künftig tausende Haushalte und Unternehmen mit Strom versorgen. Den offiziellen Baubeginn markierte am 26. März eine Grundsteinlegungsfeier.
Der Standort blickt auf eine lange Industriegeschichte zurück: Bis in die frühen 1950er-Jahre wurde hier ein Werk für Busse und Straßenbahnen betrieben. Seit den 1970er-Jahren beherbergt das Gelände ein Umspannwerk, das während der Bauarbeiten weiter in Betrieb bleibt.
Bevor die eigentlichen Bauarbeiten beginnen, führt Stromnetz Berlin Bodenuntersuchungen durch und räumt alte Fundamente. Die Maßnahmen werden eng mit der BVG abgestimmt, um Beeinträchtigungen des nahegelegenen U7-U-Bahn-Tunnels zu vermeiden. Der Rohbau des neuen Umspannwerks soll bis Ende 2027 fertiggestellt sein.
Das moderne Gebäude erhält eine Ziegelfassade, begrünte Flächen und eine Solaranlage. Dr. Stefan Rolauffs, Leiter Netzentwicklung bei Stromnetz Berlin, betonte die Bedeutung des Projekts für die energetische Zukunft der Stadt. Auch Jochen Biedermann, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung in Neukölln, lobte die Zusammenarbeit zwischen Bezirk und Netzbetreiber. Die vollständige Inbetriebnahme der Anlage ist für Ende 2031 geplant.
Nach Fertigstellung wird das Umspannwerk zehntausende Haushalte und Betriebe in Neukölln mit Strom versorgen. Die 78-Millionen-Investition soll die Energieinfrastruktur des Bezirks modernisieren – und das bei durchgehender Versorgung während der Umstellungsphase. Zudem sieht das Projekt ökologische Aufwertungen und gestalterische Verbesserungen für das Umfeld vor.






